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THE STROKES-PRODUZENT GORDON RAPHAEL


Zum ersten Mal sah ich die Strokes in einem kleinen Club in der Ludlow Street in New York, der "Luna Lounge". Man hatte mir gesagt, dass sie sich vielleicht einen Produzenten leisten könnten. Zu der Zeit hatte ich gerade ein eigenes Studio eröffnet und war dauernd auf der Suche nach potentiellen Kunden - im Vergleich zu meiner Heimatstadt Seattle war New York verdammt teuer und ich brauchte ständig Geld. Wenig prosaisch - aber wahr.

Jedenfalls spielten an jenem Abend eigentlich zwei Bands und alles, woran ich mich beim Auftritt der Strokes erinnern kann, ist, dass Fab Moretti dermaßen hart auf sein Schlagzeug einprügelte, dass ich dachte, ihm müsse jeden Moment der Kopf von den Schultern fallen. Nie zuvor hatte ich jemanden so extrem spielen sehen. Außerdem gefielen mir ihre Klamotten und die Art, wie sie sich auf der Bühne bewegten. Ehrlich gesagt gefiel mir die andere Band des Abends damals aber besser (nein, ich weiß nicht mehr wie sie hießen). Wie üblich ging ich nach der Show trotzdem zu beiden Bands und unterbreitete ihnen mein Spezialangebot.

Von der anderen Band habe ich nie wieder gehört, aber kurze Zeit später standen Albert (Hammond Jr.) und Nick (Valensi) bei mir auf der Matte, um sich das Studio anzugucken. Sie hatten bereits einige Demos in einem sterilen Allerweltsstudio aufgenommen, sich aber in der dortigen Atmosphäre nicht richtig entfalten können. Dementsprechend skeptisch waren sie und wollten bei ihren nächsten Aufnahmen nichts dem Zufall überlassen. Ich hatte damals gerade ein Studio im East Village namens "Transporterraum NYC" eröffnet. Mein guter Freund, der Produzent Moses Schneider aus Berlin, hatte mir eine Menge über spezielle Aufnahmetechniken beigebracht und auch einiges an Equipment nach New York geschickt, damit ich das Studio eröffnen konnte. Deshalb benannten wir es nach Schneiders Berliner "Transporterraum".

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