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David Bowie. Track-by-Track-Preview von „The Next Day“: ‚Dark and sexy“

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Dem US-Rolling-Stone hat Tony Visconti, der das kommende David-Bowie-Album „The Next Day“ (11. März) produziert hat, ein ausführliches Interview gegeben, in dem er die Songs der Platte Track by Track bespricht.

Auszüge:

Hatte David Bowie bereits ausgearbeitete Lieder, bevor es an die Aufnahmen ging?
Visconti: Ja, er schrieb sie alle zuhause, nutzte dafür einen 8- oder 16-Track-Rekorder. Er hatte Ideen für Basslines und Drum-Patterns.

Wie kam es dazu, dass jetzt überhaupt neue Musik erscheint?
Er sagte einfach: „Ich wollte wieder schreiben“.

Drehen sich die anderen Songs neben „Where Are We Now?“ auch um Rückblicke auf das Leben?
Nicht wirklich; dieser Song ist die Ausnahme. Die anderen Lieder sind wie Beobachtungen. Er schreibt in der dritten Person. Manche der Stücke beschreiben vielleicht auch ein wenig sein Leben, andere sind wie Gesellschaftskommentare. Er las viele Bücher über das Mittelalter in England. Der Titelsong „The Next Day“ ist daher auch wie ein Lied über das Mittelalter zu verstehen. Es geht um einen Tyrannen von damals: Ich weiß nicht, über wen Bowie überhaupt spricht. Aber wenn man sich die Lyrics durchliest – das ist eine ziemlich gruselige Geschichte.

„Der zweite Song, „Dirty Boys“, ist dark und sexy. Stripper-Musik mit einem Bariton-Saxofon. Das hätte auch auf „Young Americans“ gepasst.“

„Das Album enthält auch Kriegslieder. Songs über Soldaten. Ich glaube, in „I’d rather be High“ singt er: „I’d rather be high/I don’t want to know/I’m trying to erase these thoughts from my mind.“

Angeblich, erzählt Visconti weiter, wurde auch Robert Fripp, der das legendäre „Heroes“-Riff komponierte, nach einem Beitrag für das Album gefragt – was er abgelehnt habe. Als Fripp über seine Absage im eigenen Blog schrieb – habe ihm das keiner glauben wollen. Da keiner überhaupt gewusst habe, dass Bowie im Laufe der vergangenen zwei Jahre heimlich neue Musik aufnahm.

Glaubst Du, dass Bowie wieder touren wird?
Ein Konzert. Und das nur, wenn er sich danach fühlt. Aber keine ganze Tour. Er hat das dem Label sehr klar gemacht: keine Tournee oder aufwendige Album-Promotion.

>>> Das vollständige Interview mit Tony Visconti.

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