Meldungen

Rammstein-Video: Und noch ein neuer, brutaler, düsterer Clip zu "Mein Herz brennt"...

In der letzten Woche wurde es bereits angekündigt, nun ist es da: Das zweite Video zu "Mein Herz brennt" von Rammstein, das für die neue Blu-ray- oder DVD-Sammlung "Rammstein - Videos 1995 - 2012" wirbt.

Irgendwie ist wieder alles drin, was man in einem Rammstein-Video erwartet: SM-Masken, verängstigte Kinder, Bissattacken, Till Lindemann, Tränen, Gewalt, sich fürchtende Frauen, furchteinflößende Frauen und natürlich Feuer - was bei einem Video zum Song "Mein Herz brennt" ja irgendwie Ehrensache ist.

Schon in der letzten Woche teaste man die Fanschaft mit einem neuen Clip zu einer Pianoversion des Songs an - und was man da an Dramatik, Theatralik und Horror sparte, scheint man nun mit einer große Schippe in das neue Video geworfen zu haben. Aber: Macht Angst. Also: Ziel erreicht.

-



Rammstein: Unsere Themenseite

Ende letzter Woche fand erneut die Verleihung der Metal Hammer Awards statt. In der wichtigen Kategorie des besten heimischen Acts hat eine Band gewonnen, der wir uns im vergangenen Jahr ausführlich und kritisch gewidmet haben: Rammstein.

Tags: Metal Hammer Awards / Rammstein / Richard Kruspe / Till Lindemann

A A A
Kommentare (3)
Herr

Beide Videos sind toll
Freu mich schon auf die Tour 2013

seufz

Macht Angst - Ziel erreicht. Es ist Rammstein, deshalb ist es nicht so einfach, wie diese Gleichung nahelegt. Rammsteins Ziel war es noch nie, Angst zu machen. Sie sprechen Dinge an und aus, die nicht politisch korrekt sind, die aber in der Gesellschaft und oft auch im Alltag nicht weniger Menschen Realität sind. "Mein Herz Brennt" nimmt vor allem Bezug auf ETA Hoffmanns Kurzgeschichte "Der Sandmann". War es auch Hoffmanns Absicht, Angst zu machen? Oder Breughels? Oder all derer, die die dunkle Seite der Welt visualisieren oder thematisieren? Es wäre an der Zeit, dass man sich einmal ernsthaft mit den Hintergründen der Musik Rammsteins beschäftigt, anstatt immer gleich "brutal" und "sado-maso" zu schreien. Moderne Kunst ist oft brutal, leider wird hier oft mit zweierlei Maß gemessen: was eine kommerzielle Band wie Rammstein macht, ist dann allzu schnell Schund, während gelegentlich deutlich explizitere Aufführungen an öffentlich geförderten Theatern als hochwertige Kunst gilt. Das ist nicht nachzuvollziehen. Rammsteins Musik, Texte, Videos, Artwork funktioniert auf vielen verschiedenen Ebenen, nichts ist wie es scheint. Es ist Arbeit, sich das zu erschließen, aber es lohnt und es birgt so manche Überraschung für den, der sich die Mühe macht. Ich wünsche mir, dass sich mehr Journalisten diese Mühe machen. Schon aus Verpflichtung zu ihrem Berufsethos.

War ja wieder klar

Ich gebe Elke vollkommen Recht. Kaum einer der Journalisten kennt sich dementsprechend gut aus, um Rammstein und ihre Lieder einfach so bewerten zu können. Interpretiert wird dabei meist so oberflächlich wie ein toter See.

Kommentar schreiben
 
*
 
*
captcha *

* Pflichtfeld