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Placebo – Black Market Music

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Sie hatten sieh etabliert. Sie waren die spannendste Rockband Englands zwischen lustvoller Perversion und purer Schönheit. Sie hatten Hits geliefert wie den All-Time-Klassiker „Every You, Every Me“, aber auch Momente dunkelster Faszination und rüder Punk-Attitüde. Die immer weiter perfektionierte Androgynität Brian Molkos war das Gespräch des Jahres unter Fans wie Journalisten. Und plötzlich biegt dieses Trio mit einem Album um die Ecke, das all diese Qualitäten vereinigt und weiterdenkt. Von einer peinlichkeitsfrei peitschenden Drogen-Hommage wie „Special K“ über komplexe Rock-Orgien bis zur höchst intimen Anklage an die eigene Mutter – plötzlich ging alles im Placebo-Kontext. Anders als die beiden Vorgänger, die mehr als Sammlung guter Songs funktionierten, war dieses Album ein Gesamtkunstwerk, in Habitus, Sound und Attitüde ein geschlossenes Stück Arbeit: Rockmusik mit Eyeliner und Kajalstift, aber ohne alberne Gothic- oder New Romantics-Zitate. Verglichen mit anderen Placebo-Alben bot diese Platte wenig Hits, dafür aber eine gewaltige Konsistenz. Denn erstmals klang die Band so, wie man sie bis heute kennt: ganz nach sich selbst.

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