Bob Mould – Circle Of Friends

Bei der Befragung Bob Moulds erfährt man viel über die letzten Jahre, die er mit der Neu-Situierung in Washington D.C. verbrachte und damit, einen neuen Freundeskreis zu gewinnen, aus dem nun auch seine Band stammt. Bei diesem Konzert, schon im Sommer 2005 aufgezeichnet, spielt der alte Berserker mit einem Trio – Bass, Schlagzeug, Keyboards – und lässt es ruhiger angehen als mit Sugar, aber selten mild. Die meisten Songs stammen freilich von „Copper Blue“; von Hüsker Dü kommen „Makes No Sense At All“, „Chartered Trips“, „Could You Be The One?“ und das schmerzlich gedehnte „Hardly Getting Over It“ zum Zuge. Von „Workbook“ ist nur noch „See A Little Light“ geblieben, „Black Sheets Of Rain“ hat hier gar keinen Platz. Mould so gesund zu sehen, ist eine Freude, aber früher war beides besser: die Zerstörungswut von Hüsker Dü (und später Sugar) und das kontemplative, kathartische Gitarrenspiel bei Solo-Konzerten.

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