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CSS Planta

SQE/Cargo

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Foto: CSS - "PLanta"

CSS waren mal eine aufregende Band aus São Paulo. Doch dann verliebten sie sich in die ebenfalls ziemlich aufregende Stadt Los Angeles und in den Swimming Pool von Dave Sitek, schrieben im dazugehörigen Haus neue Songs, nahmen mit dem TV-On-The-Radio-Mann ein neues Album auf. Die vier von CSS, so erzählt man sich, hatten mächtig viel Spaß in der Stadt der Engel und im Pool. Aufregend ist die Band auf dem dabei entstandenen Album „Planta“ aber leider nicht mehr so sehr.

Während sich der Auftakt „Honey“ wie später auch Songs wie  „Into The Sun“, „Wild Flowers“ oder „The Hangout“ damit begnügen, stilsicher aus den 80er-Jahren geerbte Sythie-Pop-Klischees fortzuschreiben, deutet eine Nummer wie das herrlich verquere „Hangover“ an, wie diese Platte auch hätte werden können: Das vom Reggaeton beseelte Lied spielt mit Polyrhythmik, Soundschnipseln und Bläsersätzen, während CSS-Sängerin Lovefoxxx vom Liebeskummer und dem Kater am Morgen danach erzählt: „Let’s get happy drinking Bloody Mary!“

Klingt alles in allem nach einer prima Fete. Und tatsächlich erweist sich eigentlich jeder Song auf „Planta“ als Dancetrack – mal kreist das Quartett wie in „Girlfriend“ schwermütig über die Tanzfläche, mal wird in der punk­infizierten Indie-Disco-Nummer „Dynamite“ zusammen mit Gossip-Schlagzeugerin Hannah Blilie heftig herumgezappelt. Hübsch gelingen zwar auch das zart-verruchte „Too Hot“ und der Abzählreim „Teenage Tiger Cat“. Von dieser einst so aufregenden Band aus São Paulo durfte man aber noch ein bisschen mehr erwarten als einen guten Partysoundtrack.

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