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Gary Clark Jr. Blak And Blu

Warner

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Foto: Warner

Es hat der Superlativen kein Ende: Gary Clark Jr., so liest man, ist die Zukunft des Texas-Blues, der neue Hendrix gar, eine Superkanone unter den Superkanonen. Dave Matthews, Eric Clapton und die Rolling Stones bitten zum Solo, Alicia Keys und Sheryl Crow zum Duett, Barack Obama lädt ins Weiße Haus ein.

Nicht ohne Grund. Der Gitarrist aus Austin, Texas ventiliert so viel Inspiration, dass einem schwindelig wird. Gleich bei dem zweiten Lied seines regulären Debütalbums, „Blak And Blu“, explodiert ein Solo so unvermittelt, wie wir das lange nicht mehr gehört haben. Etwas regt sich in Clarks Spiel, eine Ekstase, die sich nicht bändigen lässt, nicht mal von modernen Musikaufnahmetechniken. Diese flüssige Magie in den Fingern von Gary Clark Jr. ist allgegenwärtig auf „Blak And Blu“. Clark spielt große Soul-Revuen mit Motown-Groove und großem Bläsersatz („Ain’t Messin ’Round“), harten Delta Blues („When My Train Pulls In“, das neue „I Put A Spell On You“!), dreckigen Rhythm & Blues („Travis Country“), Lover’s Soul („Please Come Home“) und muskulösen Led-Zep-Hardrock („Glitter Ain’t Gold“). Auch der Verweis auf Jimi Hendrix kommt nicht von ungefähr: Der ultraschwere Psychedelic-Fuzz-Blues „Numb“ sowie Clarkes Version von „Third Stone From The Sun“ (im Medley mit Albert Collins’ „If You Love Me Like You Say“) erweisen dem Meister die Ehre.

Produziert wurde das Album von Mike Elizondo (Dr. Dre) und Rob Cavallo (Green Day, Dave Matthews Band), die natürlich das große Publikum avisieren und Clark deshalb große Kulissen aufstellen. Zwei, drei Lieder sollen mit modernen R&B- und Neo-Soul-Arrangements die Brücke ins Mainstream-Lager schlagen, doch dann wird die Musik von Clark (fraglos auch ein guter Sänger) austauschbar. Wie zur Versöhnung spielt Clark Jr. am Schluss einen Front-Porch-Blues („Next Door Neighbor Blues“), schön altbacken aufgenommen und ohne modernen Ballast. Sehen wir ihm die Zugeständnisse nach.

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