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Junkie XL Synthesized

Nettwerk/Soulfood VÖ: 07. Dezember 2012

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von
Junkie XL
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Foto: Nettwerk/Soulfood

Tom Holkenborg alias Junkie XL hat seine persönliche Mondlandung bereits erlebt: Er war der Mann, der als Erster Elvis remixen durfte. Nun möchte er sich noch mal, nachdem er zuletzt Videospiele und Filme (u. a. „The Dark Knight Rises“) beschallte, als One-Man-Show inszenieren und spielt auf seinem sechsten Album alle Instrumente wieder selber. Das Singen jedoch überlässt er glücklicherweise anderen. Wenn dann jemand wie Curt Smith (Tears For Fears) ins Spiel kommt, wohnt dem Titel („When Is Enough Not Enough“) sogar mehr Pop-Appeal inne als den Singles von Holkenborgs Big-Beat-Brother Fatboy Slim, dessen „Slash Dot Dash“ hier mit „Twilight Trippin“ seine Fortsetzung findet.

Andere Kooperationen gehen allerdings in die Hose: „Gloria“ mit einem sich auf einer Festzeltbühne wähnenden Fredrik Saroea von Datarock donnert in einer ZZ-Top-mäßigen Endlosschleife über uns hinweg und weist in etwa so viel Street-Credibility auf wie Vanilla Ice oder die Schlümpfe im Technogewand. Da­rüber hinaus im Alter von 45 Jahren eine Nummer „Kill The Band“ zu nennen, ist schlichtweg albern.

Der Professor (am ArtEZ Conservatorium im niederländischen Arnheim) sollte sich auf seine wenigen Mainstream-Momente besinnen und nicht den Fehler begehen, zu sehr nach den Dancefloors dieser Welt zu schielen. Seine Studenten werden da den heißeren Scheiß kennen. Und Supermax’ „Lovemachine“ von 1977 kann man einfach nicht mehr verbessern. Schon gar nicht, wenn man auf den berüchtigten „Ah-Huga“-Part verzichtet.

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