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Lord Huron Lonesome Dreams

PIAS

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Lord Huron
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Foto: PIAS

In jener lang vergessenen Zeit, in der Simon and Garfunkel sich problemlos im Plattenregal neben den Small Faces platzierten, und zwar durchaus bei Männern zu Hause, wäre einer wie Lord Huron gar nicht aufgefallen. Erst viel später, als Fishmob „Männer können seine Gefühle nicht zeigen“ feststellten, wurde das ironiefreie Songwriting wieder meistens Frauen überlassen. Lord Huron ist zu jung für beides, und darum ist es ihm wumpe. Nach zwei EPs, die von Indie-Fans, Emos, neuen Männern, alten Frauen und allen anderen Gefühlssicheren gefeiert wurden, hat der in Los Angeles lebende Musiker, der eigentlich Benji Schneider heißt, und sich nach dem See benannt hat, an dem sein Vater immer Wandergitarre spielte (sic!), ein Album aufgenommen. Aus „Lonesome Dreams“ plingelt diese, nun ja, eierlose, aber schöne Musik in ihrer reinsten Form heraus: Echo- statt Fuzzgitarren, Percussion statt Drums, zweite und dritte Stimmen statt Druck, Dur statt Moll, Folk statt Rock, Wiederholung statt Irritation. Ein paar Steeldrums, zwitschernde Vögel, gesampelte Streicher und internationale Sounds bewahren das Ganze erfolgreich vor dem Abdriften ins Belanglose. Und überhaupt, sollte man nicht froh sein, dass jemand so selbstverständlich seine inneren Zustände preisgibt?

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