Short Cuts von Oliver Hüttmann, Gerrit Pohl & Jan Wigger

FunnyvanDannen

Melody Stard – t r i k o n t > Capone-N-Noreaga TheReunion iiommy boy/eastwest>1968-1973 Kaum Konzerte außerhalb Berlins, keine unnötiggeblähte Produktion. Nein, ausgebucht und blind verehrt will der ehemalige Lassiesinger nach wie vor nicht sein. Flach der Ball, ’n Bier im Gepäck und ein bisschen singen – allright! Die 18 neuen, nur manchmal melancholischen Stücke sind mit gewohnt viel Witz und Tücke ausgestattet. Nicht nur die Arzte gäben für solche Einfalle ihren letzten Kalauer. 3,0

Diverse

Frisco Mabel Joy Revisited (GMTTERHOUSE) Ein paar Großtaten als Komponist in den 60er Jahren sichern Brot und VCfein, die anschließenden Soloalben wurden jedoch allesamt übersehen. Mickey Newbury ist, zumal noch lebendig, zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Deshalb interpretieren nun unter anderen Midnight Choir oder die Walkabouts seine sehnsüchtigen Songs. Passabel, das Tribut – besser allerdings das Original: eine vom Künstler selbst zusammengestellte Werkschau, auf mächtige acht CDs verteilt, trennt die Spreu vom Weizen. Zu beziehen bei Glitterhousc, Telefon 05273/ 36360 oder unter www. glitterhouse.de. 3,0

Diverse

Ally McBeal – A Very Ally Christmas – e p i c , Die irrste Anwaltskanzlei der Welt feiert Weihnachten – und beim dritten Soundtrack singen nicht nur Vonda Shepard und Macy Gray, sondern auch die Darsteller der Serie. Klassiker wie „Run, Rudolph, Run“ gelingen ihnen erstaunlich gut Besonders Jane JElaine“ Krakowski und Robert Downey Jr entpuppen sich als Talente. Calista Flockhart bemüht sich redlich. 3,5

Diverse

Shake Sauvage: French Soundtracks Nach der italienischen Soundtrack-Reihe „Beat At Cinedtta“ spürt das Label Crippled Dick Hot Wax nun dem Filmpop Frankreichs von Komponisten wie Georges Garvarentz, Philippe Sarde oder Claude Bolling nach. Funkig-orchestrale, sexy-jazzige Songs im typischen Sound der damaligen Zeit, die brillante bis absurde Polizei-Krimis, Psychothriller und Erotik-Komödien mit Delon, Gabin, Belmondo, Ventura oder Aznavour abdeckt. 4,0 Die Knastbrüder posieren auf dem Cover ihres zweiten Albums im Tarnan- ! zug, rappen aber nicht nur martialisch I zu dunklen, reduzierten Beats, sondern arrangieren auch Disco- und Funk-Melodien. Dennoch wirkt alles etwas lau und überholt2,5

Prodigy

H.N. .C. (EPIC/SONY MUSIC) Prodigy ist der Rapper von Mobb Deep („Murda Muzik“). Und auch wenn die Ausbeutungstheorien über die Plattenindustrie und Klagen über mangelnden Respekt nerven, hat er ein seelenvolles Solo-Debüt mit ruhig fließenden Beats aufgenommen. 3,0

Ja Rute

Rule 3:36 ( M E R c u R Y) j Lange die Stimme im Hintergrund von Jay-Z und DMX, stehtder ehemalige ZeugeJehovas und Straßenstreuner mit seinem zweiten Album an der Spitze. Der Titel verweist auf das Evangelium des Johannes („Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben“), und seine Mischung aus Reggae, GospeL Soul und harschem Rap passt exakt in den der-I zeitigen Sound des US-HipHop. 3,0

Snoopuogg

Tha Last Meal i v i r g i n >

Auch der berüchtigste Rapper der 90er Jahre hebt sich nicht mehr sonderlich markant ab. Die Härte wurde zurückgefahren, nun dominieren soulige und poppige Töne. Dennoch hat ihm sein Ziehvater Dr. Dre wieder einige schöne und raffinierte Songs wie „Hennesey N Buddha“ produziert. 3,0

Benjamin Diamond

Strange Attitüde itraxx/epic/sonyi Bereits sein Einstieg „Little Scare schließt jeden Zweifel kategorisch aus: Bei Benjamin Diamond handelt es sich um genau den Mann, der den fulminanten Vbcal-House-Track „Music Sounds Better With You“ von Stardust mit sei ner signifikanten Stimme veredelte. Auf seinem Solo-Debüt überrascht er mit einer Coverversion von OranJuice Jones „The Rain“ und erweist dem New Wave der achtziger Jahre eine späte Referenz. Und das alles gänzlich ohne Samples, dafür mit viel Hingabe und Liebe zum Pop gespielt. 3,0

Marianne Rosenherg

Himmlisch -nansa/bmg) Marianne Rosenberg wünscht man eigentlich nichts Schlechtes. Wie ärgerlich, dass „Himmlisch “ meistens klingt wie Blümchen, wenn sie mal erwachsen ist: Stumpfe Euro-Dance-Beats, zehnminütiges Ambient-Esoterik-Geschwurbel und indifferenter Sprechgesang, den sogar „Big Brother“-Verena über» bietet Wer das kauft? Vielleicht die lustige Schwulen-WG um die Ecke. 1,0

Subterfuge

I DoBirds (BL ic k pun kt pop/efa) Das Düsseldorfer Quintett hat bereits mit dem Vorgänger“Afojt“recht erfolgreich Indie-Pop-Größen aus England 11 nd den USA nachgeeifert und sich in Sachen ordentliches Songwriting die flogen redlich verdient Auch das dritte Album macht es einfach, die Sensibi-ILsten zu mögen, wenngleich sich nicht wirklich viel geändert hat. Den letzten Titel haben sie augenzwinkernd „Fear Ot Flying“ genannt. Warum? Na, we* gen Teenage Fanclub, Alter!3,0

Untogether

Semi-Permanent cumbleweed/spvi Das Zweitwerk des Mannheimer Trios ist, angesichts der Austauschbarkeit so vieler Gitarren-Pop-Bands dieser Tage, eine positive Überraschung. Nicht weit entfernt von ihren Labelmates Metcer USA und Luke, ist den Indie-Rockem ein stimmiges Album gelungen. Das Backcover stellt vorsichtig die Frage: „Rock?“ Nun, durchaus. 3,0

DonLennon

Don Lennon{c a r g o i Jetzt schlägt s aber D! Songwnter Don Lennon hat für sein zweites, selbstbetiteltes Album fünf Mitstreiter um sich geschart, die nicht anders können, als wie die frühen Smiths zu musizieren. Und der Chef der Combo? Heißt wie ein Beatle, belcantiert wie Morrissey. Zudem besingt er berückend seinen Erstling, sinniert über seine Lieblings-Rock-Band und das Rumhängen mit Freunden. Weitaus mehr als ein reines Mozzer-Plagiat 3,0

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