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So waren Tame Impala live im Kölner Gebäude 9

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Diesselbe Band, diesselbe Location, nur eineinhalb Jahre später: eine Menge hat sich geändert, eine Menge allerdings auch nicht. Tame Impala im Kölner Gebäude 9, das war im Juni 2011 schon zu klein. Und auch der einsame, grüne Laser-Spyrograph, der über die gesamte Konzertdauer die Visuals bestimmt, hätte zur neuen Platte „Lonerism“ gerne mal Gesellschaft bekommen können oder einfach abgeschaltet werden. Dann hätte man sich besser auf die nach wie vor sehr nett anzusehenden, scheuen Hippie-Musiker konzentrieren können, die allerdings auch diesmal wieder nicht durch übertrieben exzessives Bühnengebaren auffielen.

Dafür sind Tame Impala eine der wenigen Bands, die auf der Bühne in gewisser Weise „besser“ klingen als auf Platte. Zwar werden auch die neuen Songs arrangementgetreu reproduziert, verechoet und zugeflanget; Bass und Drums erzeugen aber erheblich mehr Druck, sind wesentlich funky-grooviger als auf der Platte, das tut dem Konzert gut. Aber auch der übrige psychedelic Wall Of Sound aus Gitarren und Keyboards steht ausgezeichnet da, transparent und gekonnt. Insbesondere bei den neuen Stücken wirkt es allerdings mitunter auch etwas einstudiert. aufführungshaft, dazu passt die Ansage: „Das folgende Stück spielen wir jetzt zum ersten Mal… on this leg of our world tour„, also vermutlich zum etwa zwölften Mal. Vielleicht deshalb flippt das Publikum auch nicht völlig aus, kommt es zu keinem richtigen Freakout. Jedes Stück wird zwar kennerhaft beklatscht, auch eine ausführliche Zugabe gegeben; aber obwohl Tame  Impala meiner Ansicht nach eine echte Dance Band sind, rastet niemand wirklich aus wie ein Derwisch, die Leute raven nicht, niemand um mich herum scheint eine religiöse Erfahrung zu machen. Diese Passivität aber kann nicht der Sinn der Sache sein. 

Tame Impala live in Deutschland:

17. Oktober: Hamburg- Gruenspan
23. Oktober: Berlin – Postbahnhof

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