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The Beatles: Große Freiheit Rock’n’Roll

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Am 13. April 1962 waren die Zeiten der Dorfmusik im Nachkriegsdeutschland vorbei. Der Rock’n’Roll hatte endlich auch hier ein Zuhause gefunden. In Hamburg, St. Pauli, Große Freiheit 39. Dort eröffneten Manfred Weißleder und Horst Fascher an diesem Tag den “Star-Club”. Auf der Bühne, vor der gemalten Skyline von Manhattan, standen am ersten Abend der “Rock and Twist Parade” Tex Roberg & The Graduates, Roy Young, The Bachelors, und The Beatles. Nicht gerade Weltstars, doch der Stern der Letztgenannten war kurz davor, aufzugehen. Es sollte der hellste werden, der je am Pophimmel strahlte. Und vieles von dem, was diese Band aus Liverpool so einmalig machte, hatte sie Hamburg zu verdanken.

Der Clubbesitzer Bruno Koschmider hatte die Beatles zweieinhalb Jahre zuvor ein paar Meter weiter im “Indra” mit seinen “Mach Schau!”-Rufen angefeuert, die beste Band der Welt zu werden. Das hatte sie in langen Nächten im “Kaiserkeller” und im “Top 10″-Club wach gehalten (und das Aufputschmittel Preludin half auch ein bisschen). Sie waren hier durch die Sex-Drugs-und-Rock’n’Roll-Schule gegangen und daran gewachsen, hatten eigene Songs geschrieben, ihre ersten Plattenaufnahmen mit Tony Sheridan gemacht; Erwin Ross hatte ihnen den später ikonografischen Schriftzug auf die Bass-Trommel gemalt, Astrid Kirchherr ihnen ihre Pilzköpfe verpasst und den Bassisten Stuart Sutcliffe ausgespannt, so dass – ein weiterer wichtiger Karriereschritt – Paul McCartney für ihn die tiefen Töne übernehmen musste. Sutcliffe starb drei Tage vor der “Star-Club”-Eröfrnung. Ein Schock vor allem für Lennon, der in den nächsten zwei Monaten — in denen die Beatles sich das Spotlight an der Großen Freiheit mit anderen Bands aus Liverpool wie Gerry & The Pacemakers und The Searchers teilten – stets sturzbetrunken auf die Bühne stieg und das Publikum bis zur Raserei provozierte: “Hey, remember the war? Don’t mention the war!” In dieser Zeit schärften die Beatles ihren Live-Act, nahmen neue Songs ins Repertoire, die später auf ihrem Debüt “Please Please Me” auftauchen sollten, und entfremdeten sich endgültig von ihrem Schlagzeuger Pete Best. Bei ihrem zweiten “Star-Club”-Gastspiel im November saß bereits Ringo Starr am Schlagzeug, und ihre Single “Love Me Do” kletterte in den UK-Charts bis auf Platz 17.

Nach den Beatles gingen noch viele Sterne von Bill Haley bis Jimi Hendrix an die Große Freiheit auf und unter, doch der Name “Star-Club” blieb für immer mit den Fab Four aus Liverpool verbunden. Am Neujahrstag 1970, zwei Tage bevor McCartney, Harrison und Starr zum letzten Mal vor der offiziellen Trennung im April gemeinsam als The Beatles aufnahmen, wurde der “Star-Club” geschlossen.

In unserem “DAS ARCHIV – Rewind” finden Sie bekanntlich nicht nur alle Hefte des deutschen ROLLING STONE, sondern auch die gesammelten Bestände des weitaus älteren Musikexpress und des Metal Hammer (alle Infos dazu finden Sie hier).

Diese üppige Beatles-Box erschien am 09.11. Auf www.rollingstone können Sie diese gewinnnen, wenn sie in der Zeit vom 09. bis zum 16. unsere Beatles-Artikel verfolgen und zu jedem eine Frage beantworten. Fünf Artikel aus unserem Archiv werden erscheinen – wer uns am Ende der Woche dann alle fünf Antworten samt Postadresse schickt, hat eine Chance auf den Gewinn. Viel Erfolg!

Hier nun die letzte Frage: Wie hieß der Clubbesitzer mit Vornamen? Bitte senden Sie uns ihre Gewinnermail (mit vollständiger Adresse und allen Antworten an verlosung@www.rollingstone) erst am Ende der Aktion, wenn alle fünf Fragen gestellt wurden. Was ja nun der Fall ist…

Die weiteren Texte und Fragen zur Aktion finden Sie hier:

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