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TV Noir: mit Cäthe und Jonathan Kluth

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TV Noir ist eine Singer-Songwriter Show, die einmal im Monat in Berlin im Heimathafen Neukölln vor einem Livepublikum aufgezeichnet wird. Der Ablauf ist dabei immer ähnlich, aber nie gleich: zwei Künstler – Solisten oder ausgewählte „Sprecher“ einer Band – nehmen links und rechts von Erfinder und Moderator Tex auf der Bühne Platz. Auf einer kleinen Sitzlandschaft mit gemütlichem Sofa, Stehlampe, Tisch. Nebenan stehen Barhocker, ein Mikrofon, Instrumente bereit und warten auf ihren Einsatz. Unplugged. Kreischende Gitarren und wummernde Bässe sind hier Fehlanzeige, Ohrenstöpsel benötigen selbst die Zartbesaiteten nicht. Das Publikum belohnt es mit andächtigem Zuhören, wie man es sonst sehr selten erlebt. Das Ergebnis kann man dann bestaunen unter: tvnoir.de oder facebook.com/tvnoir. In der Flimmerkiste: jeden 2. Freitag im Monat um 23.30 Uhr auf ZDFkultur.

Texte, die mehr Prosa denn gedichtete Zeilen sind, präsentiert von einer Stimme, die auch mal ins Raue abdriftet, wenn es eindringlich wird. Wenn Cäthe ihre Geschichten vorträgt, singt, machmal auch schreit, dann blickt man ihr immer ein Stück weit in die Seele. Ihr Auftritt bei TV Noir bildete da keine Ausnahme und die akustische Begleitung durch Cello und Gitarre verwandelte „Bleib hier“ von einem schmeichelhaften Angebot in ein verzweifelndes Flehen. Cäthe, die schon zwei Mal zu Gast bei TV Noir war, besuchte uns im Oktober 2011, wo auch diese Aufnahme entstand. Damals war gerade ihr erstes Album erschienen, am 10. Mai erscheint nun endlich der heiß ersehnte Nachfolger. Bis dahin nutzt Cäthe ihren Feierabend – laut eigenen Aussagen – zum mühevollen Anstreichen eines alten Schrankes. Nachdem sie ihre Zeichenkünste schon in der TV Noir Show reaktivieren musste, würden wir den auch gerne mal sehen.

Cäthe – „Bleib hier“:

Jonathan Kluth war im vergangenen Dezember zu Gast bei TV Noir und man konnte nur staunen, zu welchen Leistungen die Stimme des jungen Musikers in der Lage ist. Sanft setzt sie in „The Arms Of Another“ an, verbindet sich mit seinem beeindruckend virtuosen Gitarrenspiel und steigert ihre Intensität zu den Klängen einer Geige. Der Song lässt die Macht und die Drängnis eines Wunsches, der im selben Moment ebenso stark wie unerfüllbar ist, spürbar werden. Er baut sich auf von einer leisen Klage zu einem leidenschaftlichen Ausruf, der im Chorus gipfelt. Wir erleben einen Künstler, der zum Flug ansetzt, dessen Stil sich angenehm von dem abhebt, was in der deutschen Musiklandschaft aktuell den Ton angibt. Und so erwarten wir gespannt, was Jonathan und seine Band genau jetzt im Studio werkeln und freuen uns auf die Veröffentlichung im April.

Jonathan Kluth – „The Arms Of Another“:

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