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7 Cover- und Remix-Versionen, die besser sind als das Original

Doch es ist auch aller Achtung wert, was Cocker und seine Grease Band aus der flachen Beatles-Nummer zauberten: eine weit offene Ode an den Summer Of Love, mit choralen Momenten und epochalen Orgel- und Gitarrenzusammenspiel. Keine 3sat-Doku, kein Spielfilm über die letzten Atemzüge der 1960er-Jahre kommt heutzutage ohne musikalische Untermalung durch Joe Cockers Version von „With A Little Help From My Friends“ aus – was sicherlich auch an der triumphalen Woodstock-Performance lag. Joe Cocker und die Grease Band eröffneten den dritten Tag und brachten ein letztes Mal den Freiheitsdrang der Hippies in Upstate New York überzeugend auf die Bühne. Dass Joe Cocker während „With A Little Help From My Friends“ nebenbei noch die Luftgitarre erfand, wird da fast nur zur Randnotiz.

Johnny Cash – Hurt / Original: Nine Inch Nails

Johnny Cash
(Auf das Bild klicken, um zum Video zu gelangen)

Für eine jüngere Generation wird „Hurt“ auf immer mit Johnny Cash verbunden sein, sie werden das Nine-Inch-Nails-Cover wahrscheinlich noch vor „Ring Of Fire“ oder „Folsom Prison Blues“ mit The Man In Black assoziieren. Dass es dazu kommen konnte, dafür musste Produzent Rick Rubin einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Denn Cash konnte mit dem kargen Klang des Closers von „The Downward Spiral“ nichts anfangen. Und auch Trent Reznor wusste erst nicht so recht, wie er sich zu Johnny Cashs Cover verhalten solle, wie er später dem NME verriet: „Da war diese andere Person, die sich meinen persönlichsten Song zu eigen machte. Das zu hören war, als wenn jemand deine Freundin küsst. Es fühlte sich an wie ein Eingreifen in die Privatsphäre.“

Doch Cashs Eingriff in Reznors Privatsphäre wurde für den Countrybarden selbst zur späten Nabelschau. Reznors Zeilen über Verfall, Sucht und Depressionen wirken mit Cashs gebrechlicher Stimme vorgetragen schmerzlich authentisch – weil aus ihr das Leid und die Qual seines ganzen Lebens sprechen. Mark Romaneks Musikvideo zu Cashs „Hurt“-Version, in dem wir die Musiklegende vor unseren Augen bereits Abschied vom weltlichen Leben nehmen sehen, ist das eigentliche Highlight einer Coverversion, die es eigentlich so nie hätte geben dürfen – wäre da nicht Rick Rubins Dickkopf gewesen.

Donna Summer – I Feel Love / Patrick Cowley Remix

(Auf das Bild klicken, um zum Video zu gelangen)
Peter Macdiarmid Getty Images