Aimee Mann stößt bei Rush zur Neil-Peart-Hommage auf „Time Stand Still“

Rush spielen „By-Tor and the Snow Dog“ erstmals seit 2004 – und feiern den Tourauftakt der Fifty Something Tour mit Überraschungsgast Aimee Mann.

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Die neue Tourschlagzeugerin Anika Nilles war am Sonntagabend in Los Angeles nicht die einzige Frau auf der Bühne mit Rush. Beim Auftakt der Fifty Something Tour im Kia Forum trat Singer-Songwriterin Aimee Mann in einem langen weißen Kleid aus den Kulissen, als Geddy Lee und Alex Lifeson „Time Stand Still“ anstimmten. Mann sang ihren ätherischen Part in den Refrains – die erste gemeinsame Live-Performance des Songs überhaupt, 40 Jahre nachdem sie die Studioversion eingesungen hatte.

Während sie spielten – Touring-Keyboarder Loren Gold an den Synthesizern, Nilles den vertrakten Schlagzeugpart makellos umsetzend – zeigten die Videoleinwände über der Bühne eine der vielen Hommagen des Abends an Drummer Neil Peart, der 2020 gestorben ist. Als Lee Pearts persönlichste Zeilen sang – „Summer’s going fast / Nights growing colder / Children growing up / Old friends growing older / Experience slips away“ – sahen die Fans Bilder seines geliebten Motorrads, das ohne seinen Fahrer durch eine Landschaft zog. Die Montage endete im Weltall, wo sich ein Sternenbild zu einem Porträt von Peart an seinem Drumkit formierte.

Die erste Peart-Hommage des Abends kam früher im Set: „Bravado“ von 1991. Eingeleitet von einer Audioaufnahme, in der Peart über seine Lebensphilosophie spricht – daran festhalten, innerlich 16 zu bleiben –, war der Song von lückenlosen Videoaufnahmen des Drummers aus seinem ganzen Leben begleitet. Als Lee die Zeile „And if the music stops / There’s only the sound of the rain“ sang, wischten sich im ganzen Saal die Fans diskret die Augen.

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Die Show, in zwei Sets mit einer Pause unterteilt, steckte voller Überraschungen: von einem notengetreuen „Xanadu“ als Opener bis zur ersten Version von „By-Tor and the Snow Dog“ seit 2004. Das Publikum nahm Nilles von Anfang an begeistert auf, und als sie die monumentalen Fills bei „Tom Sawyer“ perfekt nachbaute, strahlte sie über das ganze Gesicht. (Das vollständige Review des Abends erscheint bald auf ROLLING STONE.)

Rush-Setlist

Set 1
„Xanadu“
„Limelight“
„Far Cry“
„Subdivisions“
„Freewill“
„Bravado“
„Caravan“
„La Villa Strangiato“
„Vital Signs“
„The Spirit of Radio“

Set 2
„2112 Part I: Overture“
„2112 Part II: The Temples of Syrinx“
„2112 Part VII: Grand Finale“
„Distant Early Warning“
„Red Barchetta“
„Dreamline“
„Natural Science“
„Time Stand Still“
„Red Sector A“
„YYZ“
„The Garden“
„Tom Sawyer“

Encore
„By-Tor & The Snow Dog“
„Working Man“