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Zum 40. Geburtstag von Alicia Keys: Die Anti-Diva des modernen R’n’B


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Ein kompositorisches Talent, das an die goldenen Zeiten von Motown gemahnt, und eine Stimme, bei der selbst Aretha Franklin vor Neid erblassen würde: Zu Recht gilt die am Montag (25. Januar) 40 Jahre jung werdende Alicia Keys als der Superstar des Soul- und R’n’B-Genres.

Sie ist – insbesondere auf der Bühne – ein Wirbelwind, bei dem es von der zart intonierten Piano-Ballade über das schwer groovende Funk-Monster bis zur virtuosen Tanzeinlage meist nur ein paar Takte sind.

Moderner Soul

Zahlreiche Grammy-Auszeichnungen und Millionen verkaufte Alben sprechen eine deutliche Sprache: Die betont bodenständigen Anti-Diva, die – anders als im R’n’B heute meist üblich – ihre Songs selbst komponiert und größtenteils auch produziert, gelingt der Spagat zwischen authentischer alter Soul-Schule und der Modernität zeitgenössischer Sounds wie keiner zweiten.

Erst im vergangenen Jahr veröffentlichte die Sängerin ihre Memoiren, „More Myself“. Erstaunlich an diesem Buch ist, dass es Keys tatsächlich phasenweise gelingt, auszublenden, welchen Weg sie auf ihrer Reise bereits zurückgelegt hat.

Alicia Keys

Sie geriert sich trotz als der Erfolge als das schüchterne, immer aber bestimmt ihre Ziele verfolgende Mädchen, das bei allem Trubel um ihre Person stets den Blick nach Innen wahrt. Keiner, der sie dabei begleitete, soll vergessen werden – und so schreiben auch einige ihrer Lebensmenschen und Verehrer in kurzen Einleitungen an dieser Künstlerinnengenese mit.

Mag ihre Karriere auch häufiger ins Stocken geraten sein (etwa durch ihre Fehde mit Columbia, ihrem ersten großen Label, oder wegen depressiver Phasen aufgrund des Tour-Stresses), so lassen sich die großzügigen Aufzählungen ihrer Engagements im Buch, die kein PR-Agent mehr für einen Werbetext zusammenfassen könnte, nur als Eingeständnis lesen, dass Keys von ihrer Arbeit überzeugt, ja manchmal sogar besessen ist.

KEVORK DJANSEZIAN Getty Images

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