Amy Macdonald: „Die Optik wird in der Musikindustrie zu wichtiggenommen.“


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Mit „This Is The Life“ gelang der jungen Schottin aus dem Stand ein Millionenseller, der sie weltweit in die Radiostationen brachte. Es ist also davon auszugehen, dass auch dieses so simple wie schöne Lied den qualvollen Tod all jener Superhits sterben wird, die noch drei Dekaden später auf den Formatradios dieser Welt laufen werden. Bis sie wirklich niemand mehr hören kann – außer man bügelt nebenbei.

In der kommenden Woche erscheint nun Amy Macdonalds zweites Album „A Curious Thing“. Und wie die erste Single „Don’t Tell Me That It’s Over“ (Video siehe unten) schon aufzeigt, wird hier nicht mehr nur auf der akustischen Gitarre musiziert. Der Song, wie auch das ganze Album, kommt wuchtiger produziert daher und bringt einen unweigerlich zu der abgeschmackten aber in diesem Fall wahren Einsicht, dass Amy MacDonald „reifer“ klingt.

Im Interview mit Rolling Stone-Redakteurin Birgit Fuß, das man ab Donnerstag in der Märzausgabe in voller Länge lesen kann, zeigte sich Macdonald ebenfalls als gereifte, selbstbewusste Person, die sich ihrem Standing als Künstlerin durchaus bewusst ist. Es rege sie auf, dass die Optik in der Musikindustrie so wichtig genommen werde. „Die Musikindustrie ist ja besessen davon!“, so Macdonald. „Da singen junge Mädchen irgendeinen Müll, den Leute nur kaufen, weil sie so schön mit dem Hintern wackeln.“ Das sei „irgendwie traurig“.

Dennoch gab sich Amy Macdonald diplomatisch: „Wer’s mag – meinetwegen.“ Sie wolle einfach lieber für ihre Musik anerkannt werden. Gerade beim Anblick ihrer aktuellen Pressefotos (siehe Foto) könnte man nun allerdings dezent spöttelnd anmerken, dass die ja auch nicht wirklich hässliche Amy Macdonald dort durchaus optisch ansprechend in Szene gesetzt wurde…

An dieser Stelle vielleicht auch nicht zu vergessen: Im Moment verschenkt Amy Macdonald hier einen Gratis-MP3 vom Album, für den man allerdings ein paar Daten, wie Wohnort, Alter und Email-Adresse preisgeben muss.

Daniel Koch

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