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Jackie Wilson

Mit dem Beinamen „Mr.Excitement“ ging Jackie Wilson als ein außerordentlicher Entertainer und Sänger in die Geschichte des R’n’B und Rock’n’Roll ein. Sein Gesang war vor allem für seine spielerische Dynamik und Crooner-Technik berühmt. Jackie Wilson veröffentlichte über 50 Hitsingles, wie „Whispers“ und „Higher And Higher“ und wurde zu einem absoluten Dauerbrenner in den Charts. „Higher And Higher“ schaffte es sogar in die Grammy Hall of Fame. Wegen seiner Qualitäten als Entertainer verglich man ihn nicht nur mit James Brown, sondern bezeichnete ihn auch als „schwarzen Elvis Presley“. Er verstarb 1984, nachdem er neun Jahre im Koma lag.

Jackie Wilson wurde 1934 in Detroit geboren und begann in jungen Jahren zunächst eine Laufbahn als Boxer, die er dann jedoch aufgrund seiner Mutter aufgab, die ihn auf sein Gesangstalent hinwies. Wilson trat daraufhin den Ready Gospel Singers bei. 1951 wurde Talentscout Johnny Otis auf ihn aufmerksam, der dafür sorgte, dass Jackie Wilson  den Thrillers beitrat und zwei Lieder unter dem Pseudonym „Sonny Wilson“ aufnahm. Kurz darauf ersetze er Clyde McPhatter bei Billy Ward And The Dominoes. 1956 unterschrieb Jackie Wilson einen Plattenvertrag und veröffentlichte über Brunswick Records in den Folgejahren einige Hits, wie „Reet Petite“ und „To Be Loved“, bei welchem er sich als hervorragender Crooner bezüglich des Gesangs bewies.

Seine Live-Shows erinnerten oft an die von James Brown, denn Wilson spielte mit seiner Stimme: er sang leise und sanft, kreischte aber dann wieder in hohen Tönen. Auf „Doggin‘ Around“ von 1960 ist einer dieser Auftritte festgehalten. Mitte der 1960er-Jahre sank WIlsons Erfolg stetig, lediglich mit Karl Davis, einem erfolgreichen Produzenten aus Chicago, entstanden noch zwei Hits: „Whispers“ und „Higher And Higher“. Letzterer wurde 1999 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen.

In den frühen Siebzigern erlebte Jackie Wilson noch eine kurze Hit-Welle, die aber nicht an die Erfolge der früheren Zeiten heranreichen konnte. Er beteiligte sich hauptsächlich an Oldie-Revival-Touren und erlitt bei einem Auftritt mit der Revival-Band von Dick Clark am 29.09.1975 einen plötzlichen Herzanfall. Jackie Wilson fiel dabei mit dem Kopf zuerst von der Bühne, weshalb er ins Koma fiel. Am 21.01.1984 verstarb er in Mount Holly.

Jackie Wilson erreichte posthum mit „Reet Petite“ 1987 noch einmal die Spitze der britischen Single-Charts und wurde im selben Jahr in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Jackie Wilson haben wir außerdem gefunden in:

25.03.2021:  Songschätze, die man auf Single-B-Seiten entdecken konnte – Von Wolfgang Doebeling in Rolling Stone Playlist: 10 Single-B-Seiten-Songs

16.09.2020:  ROLLING STONE hat die einflussreichsten und legendärsten Musikproduzenten aller Zeiten aufgelistet und erklärt, wie sie die Musikwelt verändert haben. in Die besten Musikproduzenten: Diese Studio-Magier muss man kennen

09.07.2020:  Die komplette Liste der besten Debütsingles aller Zeiten, gewählt vom amerikanischen ROLLING STONE. Eine Sammlung aus mehreren Jahrzehnten Pophistorie. in Die 100 besten Debütsingles aller Zeiten: Die komplette Liste

Reviews zu Jackie Wilson


  • Tony Douglas - Jackie Wilson: Lonely Teardrops

    Würdigt die künstlerischen Meriten des Falsett-Wunders, seine ungeheure Bühnenpräsenz und seinen Stellenwert bei der Soul-Werdung schwarzer Popmusik. Doch sind es die akribisch recherchierten biografischen Details, die fesseln: Wilsons erschreckender Mangel an Menschenkenntnis, seine unglückseligen Business-Verstrickungen, die vielen Gesetzesübertretungen und Steuerhinterziehungen, schließlich seine Drogenexzesse sorgten für ein so abwechslungsreiches wie am Ende armseliges Leben. Wilson hinterließ […]



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