Randy Newman


Der 1943 geborene Randy Newman zeichnet sich vor allem durch seine satirischen und kritischen Texte sowie seine musikalische Mischung aus Blues, Rock und Ragtime aus. Er ist als erfolgreicher Songwriter für andere Künstler tätig und schrieb zahlreiche Soundtracks für erfolgreiche Filme, die ihm selbst sechs Grammy Awards und zwei Oscars einbrachten. 2010 wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt. „Sail Away“, „Good Old Boys“ und „Little Criminals“ sind seine erfolgreichsten Alben als Solo-Künstler.

Randy Newman entstammt einer musikalischen Familie und begann schon nach seinem Studium bei Metric Music zu arbeiten. Nachdem er Songs für Künstler wie Gene Pitney, Manfred Mann und Jerry Butler schrieb, bekam er 1967 seinen eigenen Künstlervertrag. Randy Newman war als Songwriter für andere Künstler jedoch weitaus erfolgreicher und seine ersten Alben scheiterten nicht zuletzt aufgrund seiner nasalen Stimme.

Erst 1972 und 1974 konnte er sich mit den Alben „Sail Away“ und „Good Old Boys“ als Künstler etablieren. Vor allem unter Studenten waren seine Songs beliebt. Randy Newmans Lieder beinhalten Themen wie die Kritik am American Dream, aber auch Geschichte, wie zum Beispiel in „In Germany Before The War“(1977). Der Song „Louisiana 1927“ (1974) beschäftigt sich mit dem Thema Naturkatastrophen und wurde nach dem Hurricane Katrina 2005 zur inoffiziellen Hymne.

Randy Newmans Musik ist neben seinen sarkastisch-satirischen Texten für eine musikalische Mischung aus Blues, Rock und Ragtime bekannt, die zeitweise auch durch ausgefeilte Orchesterarrangements auffallen. Seine Vielseitigkeit als Songwriter zeigt sich vor allem auf dem Album „Little Criminals“ (1977). Obwohl Randy Newman auf Konzerten hauptsächlich solo am Klavier auftritt, unterstützten ihn im Studio viele große Künstler, wie Paul Simon, George Harrison, Elton John und Mark Knopfler. Ebenso wurde er von vielen Größen der Branche gecovert. Joe Cocker machte seinen Song „You Can Leave Your Hat On“ 1976 zum Welthit.

Zwischen seinen Alben legte Randy Newman sein Hauptaugenmerk auf die Filmmusik. Nach 16 Oscar-Nominierungen erhielt er 2002 für den Song „If I Didn`t Have You“ aus dem Film „Die Monster AG“ seinen ersten und 2011 für „We Belong Together“ aus „Toy Story 3“ seinen zweiten Academy Award.

2010 wurde Randy Newman mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.

Randy Newman haben wir außerdem gefunden in:

20.10.2021:  Alle Wut und aller Sarkasmus sind verbannt aus diesem spätsommerlichen Schwanengesang von Lucinda Williams. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Lucinda Williams – „Sweet Old World“

06.10.2021:  Zwischen anmutigen Balladen mit merkwürdigem Instrumenteneinsatz und glamourös gedachtem Big­-Band-Sound brachte Paul Weller The Style Council an den Rand des Manierismus. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: The Style Council – „Confessions Of A Pop Group“

16.09.2021:  Manchmal klingt das Album wie ein Jam, bei dem sich Mick Jagger, Van Morrison, Joe Strummer und Lou Reed einen Joint teilen. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Garland Jeffreys – „14 Steps To Harlem“

Reviews zu Randy Newman


  • Randy Newman – Live In London (CD + DVD)

    Die Kameras bewegen sich überall in diesem von goldenem Licht durchfluteten Kirchenraum, umkreisen die Bühne, sind plötzlich hinter dem Rücken des Klavierspielers, linsen unter einer Geige hindurch, fangen das Lachen eines Zuhörers ein, blicken vom Balkon hinunter. Randy Newman schaut einmal mit einem Auge hinter den Brillengläsern auf die fliegende Kamera, etwas abgelenkt von seinem […]

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    Die Mär vom One-Hit-Wonder Randy Newman wird immer wieder mal gern kolportiert. Dabei hatte der in jungen Jahren mit ein paar Songs für Gene Pitney Steilvorlagen geliefert. Der landete mit denen 1966 gleich zweimal in den Top Ten der englischen Hitparade, mit „Nobody Needs Your Love“ dort die Nr. 2, fünf Monate später mit „Just […]

  • Randy Newman - Harps And Angels

    Am Anfang hört man schweres Atmen, ja Schnaufen, und dann ertönen der vertraute Ragtime-Shuffle am Piano, die bekannte kehlige Stimme, eine Wurlitzer-Orgel, ein Frauenchor: „Harps And Angels“. Randy Newman erblickt – beinahe! – das Paradies: „I caught something that made me so sick/ That I thought I would die/ And I almost did, too.“ Es […]

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    Ein kurzes, unbarmherziges Album über den Niedergang. Am Anfang hört man schweres Atmen, ja Schnaufen, und dann ertönen der vertraute Ragtime-Shuffle am Piano, die bekannte kehlige Stimme, eine Wurlitzer-Orgel, ein Frauenchor: „Harps And Angels“. Randy Newman erblickt – beinahe – das Paradies: „I caught something that made me so sick/ That I thought I would […]

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    Wie auch Randy Newmans zweite Studio-LP, die noch nie so großartig klang, gewiss nicht auf den schnell verwellten Reprise-Nachpressungen ab 73. Leider wird „12 Songs „bis heute gern übersehen, wenn die besten Newman-Werke aufgelistet werden. Das mag verständlich sein vor dem Hintergrund, dass sie sich nicht ganz mit den Nachfolgern „SailAway“un6 „Good OldBoys“ ‚messen kann […]

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    Versteh ich nich, weshalb er das alles noch mal mit Piano aufgenommen hat. Gerade weil er ja so ein toller Arrangeur ist, ne? Musst nur mal seine erste Platte hören oder „Little Criminals“. Die Stücke mit Band waren nie so gut, obwohl, „Short People“ und so. „God’s Song“ war schon immer Klavier, „I Think It’s […]

  • Randy Newman – Faust - Rhino/WSM

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