• Arne Willander


  • Arne Willander

    Arne Willander, 1970 in Hamburg geboren. Nach und neben dem Studium der Germanistik und der Philosophie (sieben Scheine) arbeitete er für die „Harburger Anzeigen und Nachrichten“, „Rock World“ und „TV Movie“. Seit 1994 ist er Redakteur beim ROLLING STONE; er schrieb außerdem für „B.Z.“, „Welt am Sonntag“ und „Berliner Morgenpost“. Im ROLLING STONE hat er eine Fernseh-Kolumne. Sein Lieblingsalbum ist „Born Again“ von Randy Newman, manchmal auch „Little Criminals“ von Randy Newman, jedenfalls eines von Randy Newman.

    Lieblingsalben, -bücher und -filme:

    Top 10 Alben
    01. Randy Newman: „Born Again"
    02. Randy Newman - "Little Criminals"
    03. Bruce Springsteen: „Born To Run“
    04. Elvis Costello - "Punch The Clock"
    05. Aztec Camera - "Frestonia"
    06. Prefab Sprout - "Steve McQueen"
    07. The Beatles - "Let It Be"
    08. Richard Thompson - "You? Me? Us?"
    09. Bob Dylan - "Blonde On Blonde"
    10. Bruce Springsteen - "Tunnel Of Love“

    Top 10 Bücher
    Alle von Thomas Bernhard, aber auch:
    01. J.D. Salinger - "Der Fänger im Roggen"
    02. Ernest Hemingway - "Stories"
    03. F. Scott Fitzgerald - "Zärtlich ist die Nacht"
    04. Thomas Pynchon - "Vineland"
    05. John Updike - "Rabbit in Ruhe"
    06. Philip Roth - "Mein Leben als Sohn"
    07. John Updike - "Selbst-Bewußtsein"
    08. J.D. Salinger - "Neun Erzählungen"
    09. Ernest Hemingway - "Fiesta"
    10. Vladimir Nabokov - "Lolita"

    Top 10 Filme
    01. "The Godfather" von Francis Ford Coppola
    02. "The Godfather II" von Francis Ford Coppola
    03. "Only Angels Have Wings" von Howard Hawks
    04. "Jackie Brown" von Quentin Tarantino
    05. "Rio Bravo" von Howard Hawks
    06. "The Deer Hunter" von Michael Cimino
    07. "A Serious Man" von Joel und Ethan Coen
    08. "They Were Expandable" von John Ford
    09. "The English Patient" von Anthony Minghella
    10. "Manhattan" von Woody Allen

    Bestes Konzert:
    Jackson Browne, München, Circus Krone, 2009

    Die Premieren:
    Erste gekaufte Platte: "Punch The Clock" von Elvis Costello.
    Erstes besuchtes Konzert: Herbert Grönemeyer in Hamburg

  • Howard Marks war nicht da, aber der alte Kiffer und Marihuana-Großhändler (siehe auch RS11/96) hätte viel rauchen müssen, um den Auftritt seiner Bewunderer ertragen zu können. Die Super Furry Animals sind medioker, medioker, medioker – und laut dazu. Leider ist die Bude nicht besser besucht als vor drei Jahren, als... weiterlesen in:

    Manic Street Preachers – Hamburg, Markthalle

  • Britpop, my ass! Die bessere Band spielt, wie es sich gehört, im Vorprogramm – und entgegen der Expertenmeinung, die Boo Radleys versagten regelmäßig auf der Bühne, euphorisiert das Ensemble mit psychedelisch ausfransenden Fassungen von ihrem Pop-Meisterwerk „Wake Upl“. Songschreiber Martin Carr verschanzt sich hinter Gitarre und unter Schirmmütze, während es... weiterlesen in:  Dez 1996

    Suede / Boo Radleys – Hamburg, Grosse Freiheit

  • Über den Song möchte Skin nicht mehr sprechen. Die drei Männer ihrer Band lächeln gequält und wissend, als sie routiniert und bitter erzählt, wovon „Intellectualise My Blackness“ handelt, ein Song vom ersten Album von Skunk Anansie. Viele Jahre liege das zurück, sagt Skin, auf der Universität war es, und da... weiterlesen in:  Okt 1996

    Muckertum, Wutschnaufen und Politik: der Crossover von Skunk Anansie

  • Wieso liest Wiglaf Droste seine Texte vor? Ist er ein Dichter? Wird er von Eitelkeit getrieben? Strebt er nach Ewigkeit? Droste sucht den öffentlichen Kampfplatz, und wo er liest, da sind öfter Schwule-Lesben-Linke-Minderheiten-Politischkorrekte planmäßig zur Stelle, um zu pöbeln, Farbbeutel oder Stinkbomben zu werfen. Wiglaf freut’s. Vor vielen Jahren freute... weiterlesen in:  Okt 1996

    Das gesprochene Wort kehrt zurück: Die CD-Reihen WortArt und MotorWords kultivieren vergessene Tugenden

  • The needle took another man. Am frühen Morgen des 12. Juli starb Jonathan Melvoin, Tournee-Keyboarder der Smashing Pumpkins, in einem Hotel in New York an einer Überdosis Heroin. Jimmy Chamberlin, Schlagzeuger und notorischer Problemfall der Band, befand sich im selben Raum. Als er aus seinem Rausch erwachte, konnte er Melvoin... weiterlesen in:  Sep 1996

    Der Tod des Smashing Pumpkins-Keyboarders Jonathan Melvoin beleuchtet die Heroin-Sucht von Rockmusikern und mehr Smashing Pumpkins

  • So schön verkrampft hat noch niemand eine Fernsehsendung moderiert. Bernd Begemann ist daheim in Hamburg-Rothenburgsort, er hat sich Gäste eingeladen, und der NDR schaut dreimal dabei zu: „Bernd im Bademantel“ heißt der chaotische Plausch in Begemanns Wohnküche zwischen Plattensammlung und Mikrowelle (Sendetermine auf N 3: 28. Juli, 4. und 11.... weiterlesen in:  Aug 1996

    Bernd „im Bademantel“ Begemann lädt das Fernsehen und Musikerkollegen in seine Wohnung; – ein Heidenspaß und mehr Tocotronic

  • Er war immer der Bootleg-Boss, aber die neueste Veröffentlichung aus den Tiefen der Geschichte wird Bruce Springsteen böse machen, wenn er sich mal nicht im Hotelzimmer von der Reklame für Fitneß-Geräte faszinieren läßt: Unter dem Titel „Unearthed (72 -76)“ bringt eine Firma „Sound Solutions“ (die es wirklich gibt, wie Recherchen... weiterlesen in:  Aug 1996

    Frühe Aufnahmen von Bruce aus dem Archiv

  • Neil Hannon war ein glücklicher Mensch, als er auf dem Stuhl von Scott Walker saß. Es passierte bei den Aufnahmen zu „Casanova“, als ihm ein Techniker den Sitz des Allmächtigen zeigte. Walker war eine Woche vorher dagewesen. „Ich saß den ganzen Tag darauf, bildete mir ein, Walker zu sein, und... weiterlesen in:  Aug 1996

    Neil Hannon romantisiert mit seiner Divine Comedy den tristen Alltag

  • Das Piano ist der Feind der Rockmusik. Es verpflichtet zur Präzision, zur Disziplin, zur Melodie. Es fordert Beherrschung. Es stiftet Zusammenhang. Es ist kompliziert. Man kann es nicht vor dem Körper halten. Rockmusiker werfen sich mit ihrer Gitarre auf den Boden, Pianospieler springen auf ihr Klavier. So sieht man Ben... weiterlesen in:  Jun 1996

    Ben Folds Five – Hamburg, Markthalle

  • Die Siebziger. Dieses rätselhafte, grelle, verschwiemelte, cordbehoste, kotelettige, glitzernde, in der Erinnerung immer glamouröser werdende Jahrzehnt! Mysterien der Siebziger: der klingelnde Wagen mit dem Soft-Eis. Die Pädagogen mit den „Atomkraft, nein danke“-Aufklebern. Die Fanale des RAF-Terrors. Ilja Richter. Franz Beckenbauet Dieter Thomas Heck. ABBA. Vil-Lage People. John Travolta. Was schon... weiterlesen in:  Mrz 1996

    Muzak kommt zurück: Mike Flowers Pops

  • Der holzgeschnitzte Indianer wacht in der Autowerkstatt nebst angeschlossenem Diner; in der Küche brutzelt und pöbelt Dennis Hopper, ein Papier-Käppi auf dem Kopf; und Neil Young ist der Laufbursche und Dorfdepp Lionel: Glotzt ergötzlich blöd durch seine Brille, bedient die Zapfsäule und träumt vom Dasein als Rock-Star. Amerika, irgendwann in... weiterlesen in:  Dez 1995

    „Human Highway“ von Neil Young

  • Es war ja immer ein bißchen unheimlich, welche hochmögenden Apologeten die puppenhafte Kylie Minogue in ihren Bann zog. Nach der Emanzipation von der Dreifaltigkeit Stock-Aitken-Waterman wurde sie zur Allegorie kecker Unschuld verklärt Auf ihre leere Kunstfigur ließ sich alles projezieren: die Kindfrau als ikonographische Heilige, der Glamour und Liebreiz der... weiterlesen in:  Okt 1995

    Wilde Rosen – Cave besingt den Tod mit Kylie

  • Der erste Gedanke: daß diese Musik zu schön ist Daß sie so offenkundig geliebt werden möchte, daß man sich entziehen muß. Und daß es Björk ja schon gibt. Bobo In White Wooden Houses? Das kann nicht der future sound sein, von dem wir jetzt überall lesen. Bobo kommt ja nicht... weiterlesen in:  Mai 1995

    Die Kunst der Reduktion: die Sängerin Bobo In White Wooden Houses

  • Wenn man die artworks von Three Mile Pilot betrachtet, kann einem angst und bange werden: Das Cover von „Nà Vuccà Dò Lupù“ zierte ein schwarzer Schlund, das neue Album „The Chief Assassin Tb The Sinister“ grüßt mit einem Skelett, und der liebevoll ausgestatteten, in Sackleinen verpackten Vinyl-Ausgabe hegt ein Blatt... weiterlesen in:  Mai 1995

    Krankheit, Wut und Tod: Three Mile Pilot tauchen in die Finsternis ihrer hermetischen Privatsprache

  • Die Schwester ist verschlossen. Scheu starrt sie in der grotesk geräumigen Hotel-Suite auf den gewaltigen Tisch, auf dem noch die Gedecke von der Pressekonferenz liegen. Moses R, Wortführer beim Rödelheim Hartreim Projekt und gemeinsam mit Martin Haak ihr Beschützer, raunzt: „Gut, wenn Du nur mit ihr sprechen willst! Sie ist... weiterlesen in:  Mrz 1995

    Hier kommt Schwester S.: Unter den Fittichen des Rödelheim Hartreim Projekt entladt sie Emotionen

  • Mit der Stadt Nashville sind viele Trivialmythen, viele Hoffnungen und Träume verbunden. Die Country-Industrie versorgt von dort aus den amerikanischen Gefühlshaushalt mit süßen Lügen, patriotischem Schmonzes und freundlichem Fernfahrerkitsch. Doch Nashville ist auch ein Hort der Renitenz und des Wunderbaren. Aus der Mitte Amerikas entspringt manchmal Musik, die über die... weiterlesen in:  Jan 1995

    Clockhammer versöhnen die Rockmusik mit romantischer Lyrik

  • Klaus Lage im ROLLINGSTONE? Das darf nicht sein, finden Geheimbündler, die über die Reinhaltung des Rock’n’Roll wachen. Diese Menschen verbindet die Eiferei sowie die Gewißheit, über die alleinseligmachende Wahrheit zu verfugen. Während kaum jemand die Rock-Tauglichkeit des biederen Clowns Westernhagen anzweifelt, gilt die uneitle Bodenständigkeit Klaus Lages ab Zumutung. Dabei... weiterlesen in:  Jan 1995

    Wie Klaus Lage aufrecht gegen die Bürde seiner eigenen Geschichte kämpft – und ehrenhaft scheitert

  • Der einzigartige Ruf des schottischen Labels „Postcard“ gründet auf einer einfachen Idee: Musizieren und Singen bedeutet den Beteiligten, ihr Herz zu waschen. Roddy Frame hat das begriffen, Edwyn Collins und der Betreiber Alan Hörne. Makellose Meisterwerke wie „You Can’t Hide Yowr Lore Forerer“ von Orange Juice markierten Anfang der 80er... weiterlesen in:  Dez 1994

    Die nächste Tragödie

  • Die Debütantin Susanne Grawe hat keine Chance —aber die nutzt sie  Dez 1994

    Blick auf die kleine Zelle

  • X.I.D. „Wir fühlen uns als die Kinder von Can und Captain Beefheart.“ So unverblümt hat noch kaum eine neue Band ihre Referenzen offengelegt. X.I.D. sind nicht eitel sie wissen selbst, daß ihre Musik nur eklektisch sein kann. Sänger Stephan Hachtmann und Schlagzeuger Ulrik Spies haben früher bei der Berliner Lärm-Gruppe... weiterlesen in:  Dez 1994

    Captain Beefhearts Kinder