• Benjamin von Stuckrad-Barre


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  • Erst schien es bloß ein Witz zu sein, doch die Anfrage war ernst gemeint: Von Stuckrad-Barre sollte im "Comedy-Zelt" bei den Festivals "Rock im Park" und "Rock am Ring" auftreten. Er sagte zu. So verbrachte der Popliterat das Pfingstwochenende zwischen Santana, Reispfannen, Dönerbuden,T -Shirt-Ständen und Chemieklos und beobachtete Bräuche und... weiterlesen in:

    Die Deutsch Rock Stunde

  • Eines sollte sich jeder Kritiker überlegen, und zwar vorher: Großstadt, Sporthalle, deutscher Rocker, ausverkauft. Das ist also klar. Und ein bißchen langweilig, dies zu bespötteln. Also: Bierbecher, T-Shirts von sämtlichen Tourneen des deutschen Tonsetzers seit 1984, zum Teil schon ziemlich mitgenommen – wie aber auch die Antlitze der versammelten Gemeinde.... weiterlesen in:  Jul 1998

    GRONEMEYER – KÖLN, SPORTHALLE

  • Raumgreifendes Brimborium hieß früher mal „Konzept“. Brimborium-Künstler veröffentlichten Konzept-Alben, eine Partei, die sich die Grünen nannte, wollte neue Konzepte für so manches und warf der Regierung „Konzeptionslosigkeit“ vor. Die Probleme, die Gründe fürs Scheitern bei all jenen Unterfangen waren immerhin stets würdig: zu viel, zu plump, vielleicht auch zu hermetisch.... weiterlesen in:  Feb 1998

    BJÖRK

  • Große Helden aus Pop & Politik sterben immer wieder. Also: nie ganz. Da jährt sich der Todestag – und Elvis wird an einer Tankstelle gesehen und Adolf betreibt eine Pension in den Alpen. Im Sommer 1997 war Jörg Fauser zehn Jahre tot. In Großstädten mit 2001-Filialen und dem, was man... weiterlesen in:  Dez 1997

    Er schrieb den „Schneemann“ und dichtete für Achim Reichel. Zum 10. Todestag von JÖRG FAUSER gibt es nun eine Wort-CD und mehr Todestag

  • In London ist ja sowieso mal wieder die Hölle los: OASIS!!!! Out now. Man ahnt, what they mean, Noel/Liam: kein anderes Plakat weit und breit, Plattenläden stapeln die Singles kubikmeterweise. Here now, hxr. Die Sterne aus Hamburg. Müde sind sie, kommen gerade aus Berlin – Promotion-Rebe, Konzerte, Showcases – die... weiterlesen in:  Aug 1997

    Low-Budget in London: DIE STERNE aus Hamburg besuchen MTV, treffen Kimsy, geben ein Konzert und diskutieren nicht und mehr London

  • Nichts gegen die Ärzte. Die haben nie Inhalt proklamiert, immer nur das Gegenteil – wüsten Niedersinn über Geschwisterliebe und 2000 Mädchen und das Küssen und die Pickel und das Leben als Mofa oder als Überlebender zwischen Mofa und Kuß und all dem Rest. Leichte Musik für keine leichte Zeit, nicht... weiterlesen in:  Jul 1996

    Nach bewährtem Rezept: Neues von den ÄRZTEN

  • Der Schatten seiner selbst hat sich zurück in das bayrische Kraftpaket verwandelt: Konstantin Wecker über falsch gestellte Weichen und homöopathische Touren.  Jun 1996

    Konstantin Wecker über homöopathische Touren

  • Endlich wieder Hamburg!“ ruft Heinz Rudolf ins vom Einstimmungs-Rock durchgeschüttelte Publikum. „Schon wieder Heinz Rudolf!“ könnte man entgegnen. Nur wer Kunze einmal geliebt hat, kann ihn für das altbackene Gerocke, das er nun veranstaltet, nachgerade hassen. Sich selbst kann Kunze immer noch ganz gut leiden: Selbstverliebt stolziert er schellenbekränzt über... weiterlesen in:  Jun 1996

    Heinz Rudolf Kunze – Hamburg, Sporthalle

  • Vorteil einer Zwölf-Mann Band: Der Sänger kann ruhig im Urlaub sein, wenn Interviews gegeben werden. Robert Göhring (Posaune) und Jochen Seiterle (Gitarre) vertreten heute die Busters aus Wiesloch: „Bei zwölf Mann lernst Du, was Basisdemokratie bedeutet, da macht jeder alles und deshalb alle ein bißchen weniger.“ Klingt gut. Seit neun... weiterlesen in:  Mai 1996

    Deutschlands führende Ska-Formation The Busters komponiert und funktioniert als ein Gemeinsehaftsgefüge

  • Diese Scheiße mit dem Geld und ihr Verlauf reibt dich nur auf…“, geißelt Frank Spilker, Sänger der Sterne, in einem Lied der neuen Platte „Posen“ das System und spielt dabei hinterhältig mit dem Medium Protestsong, indem er sich zugleich ehrlich veräußert und Plakativ-Ballast überkenntlich macht – bleibt noch die Verstimmung.... weiterlesen in:  Mai 1996

    Die Hamburger Band Die Sterne beerbt Ton, Steine, Scherben und überführt den Protestsong in die Gegenwart

  • Die Ideen tun es den Haaren gleich: Trotzdem tut Udo Lindenberg unverdrossen weiter und findet inmitten allen Reproduzierens den Absprung nicht  Mai 1996

    Udo Lindenberg findet den Absprung nicht

  • "Pur? Wovon singen die? Ist das eine Aftershave-Reklame." Nick Hornby im Gespräch mit von Stuckrad-Barre über deutsche Künstler, die Kunst des Air Guitar-Spielens und die Inflation des Mixtapes.  Mai 1996

    RS 04/96 „High Fidelity“ trifft „Soloalbum“: Nick Hornby im Interview

  • Dezember 1994: In einer nach Renovierung schreienden, jedoch aus Geldmangel nicht erhörten Fabriketage sitzen drei junge Männer, die zwei Omawörter evozieren: „Flegel“ und „lümmeln“. Die Flegel sind Jan, Dirk und Arne von Tocotronic, einer „neuen Hamburger Hoffhungsträger-Band“, wie der Untergrund hysterisch kräht. Und sie lümmeln sich in der Sperrmüllsitzgruppe des... weiterlesen in:  Apr 1996

    Die Hamburger Band Tocotronic hat schon wieder eine neue Platte fertiggestellt – schöne Grüße aus dem Egoland

  • Eine Fahrstuhl-Minute lang zu überlegen: Wie begrüßt man ältliche Deutschrocker? Wie gestaltet man einen höflichen Auftakt, nicht zu steif, aber auch nicht zu verdreht, falls Harald Juhnke schon da ist? Gegenüber der Tür zum Hansa-Studio in Kreuzberg weist ein Schild den „Waiting-Room“ von Jack White aus. Und das ist die... weiterlesen in:  Mrz 1996

    Der Rebläuse Paarung bringt Promille in die Charts – Halallt Duhnke und Extrabreit können ein Lied davon singen und mehr Jack White

  • I’ve always liked simple rock“: Dieses Lennon-Zitat würde sich gut machen als grimmiges Postulat auf dem Pullover von Billy Corgan, doch da steht wie immer „Zero“. Corgan, ohne Haare zwar, doch voll der Bipolarität: Mal bleibt er festverwurzelt über Minuten, dann wieder wütet er über die Bühne. Und je nach... weiterlesen in:  Feb 1996

    Smashing Pumpkins – Amsterdam, Melkweg

  • Sofort verdächtig: In der Merchandising-Liste der Band steht jedem Artikel ein verwegenes „Super“ vor. „Superstidker“, „Super-T-Shirt“ und vor allem, gänzlich mysteriös: „Superpopfood“. Das Berliner Trio Madonna Hip Hop Massaker macht sich zwar über so manches lustig, dabei aber niemals lächerlich. Da sei das stets implizite Augenzwinkern vor. Ihr Debüt-Album „Teenie-Jhp“... weiterlesen in:  Dez 1995

    Das Madonna Hip Hop Massaker aus Berlin wird im Pop-Abfall fündig

  • Nicht-kokette Selbstkritik ist stets erfreulich. Jan Heie Erchinger, Mitglied der Basis-Formation der Jazzkantine, kann nicht nur vortrefflich funky Keyboard spielen, sondern auch ein Liedchen singen. Es handelt von Marktmechanismen. Als Mitglied des HipHop 8C Jazz-Fusion-Projekts, das vor einem Jahr mit seinem aufregenden Debüt Farbe in die Plattenläden goß, ist er... weiterlesen in:  Nov 1995

    Auf ihrem zweiten Album läßt die Jazzkantine weiter zusammenwachsen, was ihrer Meinung nach zusammengehört

  • Mm Benjamin v. Stuckrad-Barre Man muß das Eisen schmieden, solange es glüht Und erfolgreiche Bands sollte man vermarkten, solange sie Hitpotential versprechen. Und wenn die Künstler einmal eine längerfristige kreative Pause einlegen, bedeutet dies noch lange nicht das zwangsläufige Ausbleiben von Veröffentlichungen. Der Trick ist so einfach wie unaufwendig: Alten... weiterlesen in:  Nov 1995

    In seltener Einhelligkeit besweist die deutsche Rockelite derzeit: Neue Ideen und neue Platten sind zwei Paar Schuhe

  • Von Benjamin v. Stuckrad-Barre Femsehen bildet. Junge Musiker zu Popstars. Schon Amateurbands geben in ihren ersten Interviews schicksalsergeben zu Protokoll: „Klar, ein Video muß sein, ohne hast du doch heute überhaupt keine Chance mehr!“ Erstaunt sind sie dann, wenn sie „trotz Video“ nicht in den Charts landen. Dann muß etwas... weiterlesen in:  Okt 1995

    Am Beispiel der Punkrock-Band The Bates wird der Weg zum Hit deutlich: Wer gehört werden will, muß sichtbar sein.

  • Inga Humpe gibt sich kämpferisch: „Jammern hilft nichts“, sagt sie, und: „Man muß einfach feiern!“ Die Rave-Dance-Hippie-Happy-Nation spült auch diverse NDW-Helden wieder hoch und läßt sie in frischgewaschenem und trendgerechtem Glanz erstrahlen: Andreas Dorau trägt mittlerweile einen angesagten Ziegenbart, Inga Humpe nennt sich heuer Bamby und – wie süß –... weiterlesen in:  Sep 1995

    NDW-Urgestein Inga Humpe hat als Bamby ihre Hörgewohnheiten geändert