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„Bunga Bunga“ und Deodorant: Teresa Präauer über Poledance

Der Tanz und die Akrobatik an der Stange ziehen die unterschiedlichsten Menschen an: Es sind eben auch Männer, die sich darin üben, es sind dickere – wie die britische Castingshow-Teilnehmerin Emma Haslam – und dünnere Menschen, ältere und jüngere. Es sind Friseure und Computerprogrammiererinnen. Feministinnen, Tussis, Sportlerinnen, Physiotherapeuten. Eine Baumeisterin, ein Model. Wienerinnen aus den Außenbezirken, eine Asiatin, eine Ukrai­nerin, die kein Deutsch spricht, dabei großartig turnt. Selten findet sich auch eine Stripperin darunter, aber das erfährt man erst, wenn man einmal nach dem Training gemeinsam zur U‑Bahn spaziert.

Und Stangen stehen überall in der Welt herum, bekanntermaßen auf den Straßen als Laternenmasten und Verkehrsschilder, und auch in der U-Bahn selbst. Während man unterirdisch die Großstadt durchquert, kann man sich auf eine Stange schwingen und sich die Trübsal aus dem Kopf schütteln, wie es die HipHop-Jungs aus New York oder Paris vorzeigen. Weil alles benutz­bar ist, weil der Sport der Straße sich den öffentlichen Raum immer wieder erobert. Weil er durch nutzlose Eleganz und lustvollen Einfallsreichtum die vorgegebene Handhabung und Funktion der Gegenstände verulkt.

Es ist faszinierend, wie viel Kraft, Ausdauer und Körperspannung manche dieser turnenden Menschen aufbringen. Die Stange bietet keinerlei hilfreiche Widerhaken, Stufen oder Haltegriffe: Abstoßung und Anziehung funktionieren über die Hebel des eigenen Körpers. Sehr viel Muskelkraft in den Armen ist da vonnöten, aber auch die Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur. Es braucht schon eine doppelte Portion Kühnheit, um auf eine glatte Stange zu klettern, sich nur mit den Beinen an dieser Stange festzuklammern und sich kopfüber rücklings nach unten fallen zu lassen.

Einiges kann zum Absturz führen

Und dann: Chair, Supergirl Reverse, Gemini, Frog, Frodo, Chinese Flag, Russian Split, Flag Back Roll, Shouldermount, Air Invert, Nose Breaker Drop, Extended Brass Monkey, Scorpio, Jade,
Rainbow, Chopsticks, Extended Skater, Duchess, Batman, Bird, Phoenix, Dove, Splash, Dark Pixie Pose, Headstand, Handstand, Ninja, Hero, Bee Knees, Boomerang Hold, Flag, Flying Cupid und wie sie alle heißen, die Figuren des Pole.



Diese Filme von Ingmar Bergman muss man gesehen haben

Ingmar Bergman gehörte zu den produktivsten Regisseuren in der Geschichte des Kinos. In fast 60 Jahren schrieb und inszenierte der Schwede insgesamt 60 Filme. Auch wenn er damit Roger Corman quantitativ ganz gewiss nicht das Wasser reichen kann, dürfte er - was die Relevanz und Gültigkeit seiner Werke angeht - eine Insel für sich im Ozean der Filmkunst sein. Viele Titel seines beeindruckenden Gesamtwerks (zu dem sich noch 170 Theaterstücke gesellen) sind sogar Kinoanfängern ein Begriff, so etwa „Das siebente Siegel“, „Szenen einer Ehe“ oder „Fanny und Alexander“. Der Regisseur, der seine Arbeiten für das Kino und das Fernsehen dem…
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