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Highlight: Roy Orbison und bald Abba: Wie gut ist eigentlich ein Hologramm-Konzert?

Capital Bra: In Deutschland so groß wie ABBA, fast so groß wie die Beatles?

„Prinzessa“ heißt die aktuelle deutsche Nummer-eins-Single von Capital Bra. Es ist hierzulande die neunte Spitzenposition des gebürtigen Sibiriers, der eigentlich Vladislav Balovatsky heißt.

Wie Universal Music in einem Sondernewsletter herausstellt, ist der 25-Jährige jetzt mit ABBA „gleichauf“. Jetzt lägen nur noch die Beatles vor dem Berliner Rapper, die elfmal an der Spitze der deutschen Charts standen. „Gemessen an der Anzahl seiner #1-Hits in Deutschland“, schreibt Universal, „ist er darüber hinaus der erfolgreichste Künstler des 21. Jahrhunderts.“

Capital Bra – „Prinzessa“:

„Junge Leute streamen viel“, fast schon eine Binse – die aber natürlich auch erklärt, warum manche Künstler so viele Hits einfahren. Musik wird heute weniger gekauft, als im Netz gehört – und dort eben millionenfach.

„Die Erregungswellen der öffentlichen Diskussion interessieren hier nicht sehr“, schreibt ROLLING-STONE-Autor Ralf Niemczyk in einem Beitrag zu Rap, dem dominierenden Musik-Genre 2018, „schließlich habe sich das Genre früh vom Mainstream unabhängig gemacht. Sie alle sind sich einig, dass da draußen eine virulente (­Underground-)Kultur entstanden ist – gekommen, um zu bleiben. Und dass Strea­ming das führende Vertriebsmedium, der maßgebliche Katalysator ist.“

„Es ist de facto die stärkste Jugendkultur seit über 20 Jahren“, findet Selfmade-Manager Elvir Omerbegovic. „Da ist kein Ende in Sicht, und es gibt noch viele Kanäle und Flächen zu erobern in Deutschland: das Radio oder den Fashion-Bereich und die Werbeindustrie, wenn man sich Amerika als Vorbild nimmt.“ Dort ist HipHop nicht mehr wie Mainstream verkaufender Underground – dort ist HipHop längst Mainstream.

„Eine Rap-Dominanz, statistisch unterfüttert“, so Niemczyk weiter. „Klar, bei dieser Einschätzung stellt sich erst mal die Frage des Alters. Je jünger, desto hiphop. Und die reimenden Stars der Jugend können auf den Dialog der Generationen locker verzichten.“

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