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Blackout Tuesday

Der Löwe im Winter – Zum Tod des großen Schauspielers Peter O’Toole

In den 70er-Jahren war die Rollenwahl weniger glücklich, und epische Stoffe waren selten geworden. Anfang der 80er-Jahre überzeugte Peter O’Toole in „The Stunt Man“ und „My Favourite Year“, und mit Bernardo Bertoluccis „Der letzte Kaiser“ erreichte er 1987 noch einmal ein Millionenpublikum. In „King Ralph“ (1991) spielte er ergötzlich einen sehr britischen Sekretär, der dem flegelhaften amerikanischen (sic!) König John Goodman die Etikette vermitteln soll.

Im Jahr 2003 wollte die Academy Of Motion Picture Arts And Sciences dem großen Iren den Oscar für sein Lebenswerk überreichen – doch O’Toole schrieb in einem Brief, er fühle sich zwar geschmeichelt, sei aber „noch im Spiel, den alten Knaben schließlich doch zu gewinnen“. Die Academy blieb bei der Ehrung, und O’Toole nahm sie an. Für „Venus“ wurde er 2006 zum achten Mal nominiert – und bekam den Preis wieder nicht. Nur Richard Burton scheiterte so oft, ohne den Oscar je zu gewinnen.

Mit seiner zweiten Frau Karen stritt Peter O’Toole 1988 um das Sorgerecht für seinen Sohn; sonst blieb sein Privatleben im Dunkeln. Im letzten Jahr verkündete er, sich vom Schauspiel zurückzuziehen – er habe „nicht mehr das Herz dafür, und es wird auch nicht zurückkommen“. Peter O’Toole, der stets so vernunftgeleitet wirkte, wusste natürlich, dass seine Profession eine Herzensangelegenheit ist. Seine Helden handeln fast immer wider besseres Wissen – das macht ihre Größe aus. Lawrence verkörpert die vornehmsten Tugenden Britanniens, versammelt in einem der elegantesten Männer des Kinos.

Peter O’Toole, der Löwe im Winter, starb gestern nach langer Krankheit in London, 81 Jahre alt.  



Die besten Songs aller Zeiten: „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin

„Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin hebt geradezu elisabethanisch an - Flöte: John Paul Jones, gedrechselte Lyrics: Robert Plant („If there's a bustle in your hedgerow/Don't be alarmed now/It's just a spring clean for the May Queen…) - morpht später in ein Solo von Jimmy Page, das wahrlich die Himmelsleiter erklimmt. Und dann die Pforte stürmt. Page befand dann auch, der Song „kristallisiert die Essenz der Band. Es war alles da, und man hört die Band in Hochform, eben als richtige Band, als Einheit. Es war schon ein Meilenstein für uns.“ Der Gitarrist weiter: „Jeder Musiker möchte in seinem Leben doch…
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