Der Rolling Stone Wochenrückblick: Die wichtigsten Ereignisse auf einen Blick


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Yusuf Islam alias Cat Stevens ist nicht nachtragend. Statt wie der Gitarrist Joe Satriani vor Gericht zu ziehen, vergibt er Coldplay ihren Songklau. Immerhin könne so etwas ja passieren meint der Sänger/Songwriter, schließlich lasse man sich als Künstler von so vielen Melodien beeinflussen.

Weniger friedfertig gibt sich dagegen Mariah Carey. Nachdem Eminem ihren Ehemann Nick Cannon mit dem Song „Bagpipes From Baghdad“ gedisst hat, schlägt die Diva jetzt zurück. „Obsessed“ heißt die erste Single ihres neuen Albums, in der sie Eminem als armes Würstchen betitelt. Geantwortet hat der Rapper bis her nicht – Gerüchten zufolge weil sein Label Universal ihn nicht lässt.

Während andere sich gegenseitig bekriegen, kämpft Paul McCartney lieber für die Umwelt. Sein Plan, der so genannte fleischlose Montag, solle sich überall durchsetzen, damit helfe man nicht nur den Tieren, sondern auch der Umwelt. Zusätzlich komponiert er auch die Musik für den Cartoon-Film „High In The Clouds“ bei dem er auch als Co-Autor am Script mitschrieb.

Derweil verkündete die neue „Supergroup“ Monsters Of Folk, bestehend aus Bright Eyes-Chef Conor Oberst sowie Bandmate Mike Mogis, Jim James (My Morning Jacket) und Sänger M. Ward, dass im September das erste Album erscheinen soll. Die nächste „Supergroup“ ließ übrigens nicht lange auf sich warten: New Order reformieren sich als „Bad Lieutenant“, allerdings zupft ab jetzt Alex James (Blur) und nicht Peter Hook den Bass.

Neues gibt es auch im Kampf gegen die Internet-Piraterie: Universal Music launcht in Großbritannien zusammen mit dem Internet Service Provider Virgin Media einen Download-Dienst. Gegen einen monatlichen Betrag kann dann unbegrenzt Musik heruntergeladen werden.

Die ganze Aufregung um File-Sharing und illegale Downloads überhaupt nicht verstehen können die Fleet Foxes. Sänger Robin Pecknold hält das Ganze eher für eine Bereicherung als ein Übel. Ebenso müssen die britischen Internetnutzer einen Fehler bei Amazon UK gesehen haben. Da kosteten nämlich Alben von Lily Allen oder Bruce Springsteen plötzlich nur noch 29 Pence (ca. 30 Cent).

Apropos neue Alben, auch da gab es in dieser Woche Neuigkeiten. Die Flaming Lips konnten sich immerhin schon auf einen Namen für ihr neues Werk einigen, streiten sich aber noch um die Details. Moby macht derweil ungeniert Eigenwerbung über seinen Videokanal – die neue Platte erscheint am 26. Juni. Sting dagegen singt auf seiner neuen Platte weihnachtliche Kinder- und Schlaflieder.

Kein neues Album, dafür gleich ein eigenes Label haben die Kings Of Leon an den Start gebracht. Zusammen mit dem Musikverlag Bug Music gründete die Band in Los Angeles jetzt eine eigne Plattenfirma. Die erste Veröffentlichung steht auch bereits fest.

Weniger gut geht es dagegen Timbaland und Nelly Furtado. Sie werden von dem finnischen Label Kernel Records wegen Plagiatsvorwurf verklagt. Timbaland tut die Vorwürfe bisher als lächerlich ab. Courntey Love will derweil ihre alte Band Hole wieder aufleben lassen – ob die ehemalige Bassistin Melissa auf der Maur da mitspielt?

Das Neueste aus der Welt der härteren Musik hat der METAL HAMMERwährend Freunde der Indiemusik beim Musikexpress versorgt werden.