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Blackout Tuesday
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Die meistüberschätzten Filme aller Zeiten: Das Leben der Anderen

Die Vergangenheit wird zum Imaginarium für „die großen Gefühle“ (die natürlich noch wertvoller sind, wenn man sie nur wenigen unterstellen darf) – und Ulrich Mühe symbolisiert mit seinem melancholisch-nachdenklichen Gesicht die Betroffenheit eines ganzen Volkes, das mit den Widrigkeiten des DDR-Alltags entweder nichts zu tun haben will oder es aus biographischen Gründen sentimental verklärt („Es war nicht alles schlecht!“).

Platte Figuren, zähe Story

Mühes subtile und zurecht gefeierte Darstellung des Stasi-Hauptmanns Gerd Wiesler übertüncht von vornherein, wie holzschnittartig die anderen Figuren angelegt sind. Sebastian Koch, inzwischen längst auch im Ausland ein bekanntes Gesicht, spielt einen Gutmenschen völlig ohne Ambivalenz. Immerhin vergisst der Film nicht, dem von der sentimentalen Musik Gabriel Yareds gebannten Zuschauer mit vielfachen Anspielungen an Brecht und der „Sonate vom guten Menschen“ auf diesen Umstand hinzuweisen. Martina Gedeck dürfte sich in der Rolle seiner einfältigen Ehefrau schauspielerisch fast so unterfordert gefühlt haben wie in Oskar Roehlers misslungener Houellebecq-Verfilmung „Elementarteilchen“ (2006).

Vielleicht hatten die Berlinale-Veranstalter doch einen Grund, warum sie „Das Leben der Anderen“ 2006 nicht zum Wettbewerb zuließen: Wie Hitchcock in „Der zerrissene Vorhang“ (1966) ließ es sich Henckel von Donnersmark nicht nehmen, die DDR als graugetöntes Fantasy-Dystopia zu zeichnen. Das sich bewusst modern gebende Stasi-Drama verschleiert den Umstand allerdings etwas gekonnter, in dem es der Erzählung als unerhörte Begebenheit kennzeichnet und ihr den Anstrich einer hyperrealistisch anmutenden Reportage gibt.

Hier zählen die Regeln des Horrorfilms mehr als ein schonungslos realistischer Blick auf die Vergangenheit. Und natürlich ist alles etwas zu lang geraten; zuletzt zieht sich der Film wie Kaugummi, nur weil die wehmütige Schlusspointe zwangsläufig Jahre nach der eigentlichen Handlung in ein Buchgeschäft führen muss.

Was uns der Autor damit eigentlich sagen will: Du brauchst eine gute Geschichte, um die Unwägbarkeiten der Geschichte hinwegzufegen. Fakten werden arrangiert, damit sie schlussendlich einen Spannungsbogen ergeben, der keinen Zuschauer unberührt lässt. Der Regisseur will Deutschland, dem er heimlich unterstellt, Verdrängungsweltmeister zu sein, zwingen, hinzugucken.



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