Do You Know Where The Fuck You Are? Die 20 besten Songs von Guns N‘ Roses


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15.  Think About You (aus „Appetite For Destruction“)

Eines von vielen Liedern, in denen Axl Rose auf der Suche nach einer Frau ist, die ihn rettet: “ There wasn’t much in this heart of mine/ There was a little left and, babe, you found it“, schmachtet er, die Leidenschaft gerade noch im Zaum haltend, während Steven Adler wie wildgeworden trommelt, bis sich alles in Geschrei auflöst.  Auf „Appetite For Destruction“ kommt danach „Sweet Child O‘ Mine“, das die Nerven auch nicht gerade beruhigt. (BF)

14. Civil War ( aus „Use Your Illusion II“)

In diese knapp acht Minuten warfen Guns N‘ Roses alles, was sie hatten: Film-Zitate („What We’ve Got Here, Is Failure To Communicate …“aus  „Cool Hand Luke“), militärisch klingendes Pfeifen von Axl Rose, Regen-Geräusche, Vietnam, Kennedy, eine plötzlich ausbrechende Gitarre, ein hymnenhafter Chorus, ein gedehntes Outro, in dem der Sänger sich zu einem Wortspiel hinreißen lässt: „What’s So Civil about War anyway“. Von den 30 „Use Your Illusion“-Songs war dieser einigen Fans vor Album-Veröffentlichung bereits bekannt, vom Sampler Nobody’s Child: Romanian Angel Appeal. (SN)

13. November Rain (aus „Use Your Illusion I“)


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Das Video mit der Katastrophen-Hochzeit von Axl und Stephanie Seymour, dem einsamen Slash vor der Kirche und dem Ende auf dem Friedhof haben wir alle wohl zu oft gesehen, aber der Song bleibt ein Meisterstück in Dramatik mit seinen Streichern, dem Klavier und der sich immer weiter drehenden Geschichte. Am schönsten ist allerdings immer noch die Szene, in der Duff McKagan dem verwirrten Slash verschmitzt die Eheringe anreicht – ein bisschen Humor mitten im Horror. (BF)

12. Nightrain (aus „Appetite For Destruction“)

Ein Musterbeispiel für Kuhglocken-Inferno á la Steven Adler, wie man es aus der Frühphase der Band kennt. Der Refrain setzt zwar ungewohnt spät ein, aber „Nightrain“ ist noch immer einer der besten GN’R-Opener, sobald die Gruppe auf der Bühne steht – Axl kündigt den Sturm per Trillerpfeife an. Das Stück funktioniert als „Nachtregen“ ebenso wie als „Nachtzug“ („Nighttrain“ korrekt geschrieben, mit zweitem „t“). (SN)

11. Don’t Cry (aus „Use Your Illusion I“ und „II“)


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Gleich in zwei Versionen schaffte es „Don’t Cry“ auf die „Use Your Illusion“-Alben, es unterscheiden sich allerdings nur die Strophen, nicht der Chorus des ungewöhnlich sanften Liebesliedes, das eigentlich ein ziemlich fieses Abschiedslied ist – die Zweideutigkeit war eine der großen GN’R-Stärken. Im Hintergrund ist der inzwischen verstorbene Shannon Hoon (Blind Melon) zu hören – und im Video der erratische Songwriter/Gitarrist Izzy Stradlin nicht zu sehen, nur ein „Where’s Izzy“-Schild. (BF)

Plätze 10-6: