Do You Know Where The Fuck You Are? Die 20 besten Songs von Guns N‘ Roses


von

10. Rocket Queen (aus „Appetite For Destruction“)

Das Abschluss-Stück der Platte ist in die Geschichte eingegangen, weil das darauf enthaltene Stöhnen einer Frau angeblich live beim Sex mit Rose entstanden ist. Der Siebenminüter spiegelt auch das komplizierte Verhältnis des Sängers zu Frauen wider, die für ihn entweder Heilige oder Huren sind. Daran ändert auch der friedliche Ausklang des Songs nichts: „If you need a shoulder or if you need a friend / I’ll be here standing until the bitter end.“ (SN)

9. Patience (aus „GN’R Lies“)


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Von den vier neuen Songs auf dem Minialbum „GN’R Lies“ erregte „One In A Million“, der Wutausbruch mit den „niggers“, „immigrants and faggots“ die meiste Aufmerksamkeit, dabei gab es mit dem lustigen „Used To Love Her“ und „Patience“ zwei viel bessere Stücke. Die Ballade „Patience“ beginnt mit einem pfeifenden Axl, die Band schunkelt ihm langsam hinterher, und der als Zorngickel bekannte Sänger schwört auf die Geduld, weil es keinen Grund gibt, die Liebe zu hetzen: „There is no doubt you’re in my heart now.“ (BF)

8. Live and Let Die (aus „Use Your Illusion I“)


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Kaum zu glauben, aber erst 18 Jahre nach Veröffentlichung des Originals von Paul McCartney & Wings kommt eine Hardrock-Band auf die Idee, diese aufregende Vorlage für eine eigene Version zu nutzen. Der dramatische Gitarrenpart zu Beginn ist für Slash selbstverständlich ein Kinderspiel, die Reggae-Sequenz in der Mitte von Axl vielleicht ein wenig zu fahrig gesungen, aber beim romantischen Jane-Seymour-Motiv ist Slash voll da. Ein stimmungsvolles Cover eines großartigen Bond-Songs. (SN)

7. Paradise City (aus „Appetite for Destruction“)


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Wenn der Junge vom Land in die große Stadt kommt, die Lichter ihn blenden und er in der Gosse landet, aber immer noch die Sterne sieht: Selten wurde ein Klischee derart zwingend vertont wie in „Paradise City“. Die Trillerpfeife, die treibenden Riffs, der Stakkatogesang von Axl Rose: So paranoid klang sogar Los Angeles nicht oft, und auch 29 Jahre später ist es unmöglich, den Chorus nicht mitzusingen. (BF)

6. Welcome To The Jungle („aus Appetite For Destruction“)


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Der Opener des ersten Albums vereint alles, was die Band anno 1987 ausmachte. Gift („f you got the money honey we got your disease“), Sex-Wortspiele, etwas schlechter als die von Led Zeppelin („Feel my, my, my serpentine“), ein Leben auf dem Drahtseilakt („You know where you are ?You’re down in the jungle baby, you’re gonna dieee“). Auch fast 30 Jahre später haut einen die Wucht dieser Formation, von der es in der Sleaze-Szene von Los Angeles keine zweite gab, um. Sah Clint Eastwood alias „Dirty Harry“ auch so, der Song kommt im fünften Teil seiner Cop-Saga vor. (SN)

Plätze 5-1: