Duncan Jones


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Schon als Kind legte David Bowies einziger Sohn seinen Namen Zowie Bowie ab und tauschte ihn gegen einen gebräuchlicheren ein. „Als ich zur Schule ging“, erklärt er, „fing ich an, die Leute zu bitten, mich einfach Duncan zu nennen. Seit 25 Jahren bin ich jetzt also Duncan.“ Duncan Jones, um genau zu sein. Denn er nahm auch den Familiennamen seines Vaters an, der ja bürgerlich David Robert Heyward-Jones hieß.

Obwohl er Zeit seines Lebens im Schatten des Vaters stand, hat Duncan Jones sich unerbittlich durchgeboxt. Er ging in den USA aufs College und machte seinen Doktor in Philosophie. Doch die Erinnerungen an seine Zeit auf dem Set von Jim Hensons „Labyrinth“ von 1986, in dem sein Vater die Hauptrolle spielte, ließen ihn nicht los, und so beschloss er schließlich, selbst ein Filmemacher zu werden.

Er lernte bei Regisseur Tony Scott („Top Gun“) und spezialisierte sich danach zunächst auf kontroverse Werbeclips. Nun läuft in den USA sein Spielfilm-debüt „Moon“ an. Dieser stille, surreale Science Fiction-Streifen erzählt von einen entfremdeten Astronauten (Sam Rockwell), der es mit einem mächtigen Energiekonzern aufnimmt. „Die Liebe zur Science-Fiction wurde mir wohl in die Wiege gelegt“, so Jones. „Ich hatte eine sehr ungewöhnliche Kindheit und war dauernd von allerlei seltsamen und coolen Dingen umgeben. Das muss abgefärbt haben.“

Claire Hoffman