Ekki Maas von Erdmöbel zum Thema Urheberrecht


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Aber eigentlich sollte es um eine sinnvolle, dem Internet angepasste Gesetzesreform gehen. Irgendwie geht es ja nicht, dass sich beispielsweise Rechtsanwälte im großen Stil damit beschäftigen, kleinsten Urheberrechtsverletzern Abmahnungen zu schicken und legal abzukassieren. Ist mir neulich auch schon passiert (kleiner Scan eines Falkplans auf meiner im Netz vergessenen ’98er Homepage = 800 Euro).

Regener beklagt in seiner Wutrede einen Missstand, der überhaupt nicht neu ist: Der Künstler gilt nicht besonders viel in der deutschen Gesellschaft. Er hat ja recht irgendwie. Dass jetzt Dummköpfe rumlaufen und brüllen, es sei uncool, sich als Musiker der Umsonstgesellschaft zu verweigern, ist zumindest ärgerlich. Und dass ausgerechnet die GEMA jetzt der Hauptbösewicht sein soll…

Leider ist es kompliziert, denn es geht nicht einfach nur um Geld, sondern auch um Schutz geistigen Eigentums. Wenn man schon nicht verhindern kann, dass eine Erfindung zum Bau einer Atombombe verwendet wird, möchte man das Recht der Selbstbestimmung doch zumindest für Musik oder Literatur haben. Wenn ich etwas geschaffen habe, möchte ich vielleicht nicht, dass es für grässliche Werbung oder Propaganda verwendet wird. Vielleicht möchte ich weiterhin nicht, dass große Internet-Konzerne damit Geld verdienen. Und ich will nicht, dass jemand anders rumläuft und sagt, er sei der Urheber.

Die Kehrseite ist: YouTube und ähnliches ist ein Segen für die kreative Szene in Deutschland. Eine große Öffentlichkeit hat Zugang, und es kostet nichts. Wer da seine Sachen nicht reinstellt, hat es nicht nötig, weil er erfolgsmäßig bereits saturiert ist oder die Öffentlichkeit auf anderen Wegen erreicht.

Ein Traum wäre es nun, für einen YouTube-Hit direkt auch ein wenig bezahlt zu werden, denn schließlich verdient Google auch mit jedem Click. Der Konzern bietet dem User jetzt an, die Hälfte der Einnahmen zu kassieren, wenn man Reklame vorschaltet. Nennt sich „Monetarisierung“ und kommt irgendwie für echte Künstler nicht in Frage, die Fans mit Scheiße zu quälen.



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