Falsche Credits: Björk bezeichnet Kritiker als Sexisten

Um ihrem Ärger Luft zu machen, wandte sich Bjoerk an das isländische Musikmagazin Reykjavik Grapevine und erklärte, dass Valgeir Sigurosson, der bisher fürs Schreiben und Produzieren des Albums die Credits bekam, tatsächlich nur ein Computerprogrammierer war. „Anscheinend können die Leute sich nach all den Jahren immer noch nicht vorstellen, dass Frauen elektronische Musik schreiben, arrangieren und produzieren können,“ schreibt sie wütend.

Als Beispiel führt Björk auch ihre Kollegin M.I.A. an, die wegen desselben Problems mit dem Onlinemagazin Pitchfork kämpfte. Dort nahmen die Verantwortlichen einfach an, M.I.A.-Kollaborateur Diplo hätte die Platte „Kala“ produziert – ohne die Credit-Liste auch nur zu lesen. „Es musste so sein – M.I.A. hätte das nicht selbst hinbekommen,“ ärgert sich Björk. Sie selbst kenne das zur Genüge: „Für die Arbeit, die ich mir am Computer mache, bekommt irgendein Mann im Umkreis von zehn Metern, der gerade da ist, die Credits.“


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NEWS: Detlev Buck ist der kreative Kopf des IMA 2019

Neue Wege zu kennen, Konventionen in Frage zu stellen, ist seit jeher Bucks Erfolgsrezept. Nach dem Durchbruch mit Komödien wie „Karniggels“, „Wir können auch anders“ und „Männerpension“ drehte und schrieb er realistische Kriminalfilme wie „Knallhart“ und „Asphaltgorillas“ – und machte aus der biederen Hörspielserie um „Bibi und Tina“ die klügste und witzigste Kinofilmserie für Jugendliche. „Musik spielt in meinem Leben und in meinen Filmen eine besondere Rolle. Deshalb freue ich mich wirklich sehr, den International Music Award zu unterstützen. Eine tolle Herausforderung, besonders deshalb, weil ich hier mit einigen altgewohnten Traditionen brechen will.“ Detlev Buck wird als Creative Consultant federführend für…
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