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„Frustrierende Zeiten“: Mick Jagger veröffentlicht zwei Brexit-Songs – hier hören!

Normalerweise werden Menschen mit steigendem Alter eher etwas langsamer und lassen es gemächlich angehen. Nicht so Mick Jagger, der am 26. Juli 74 Jahre alt geworden ist. Nachdem sein Bandkollege Keith Richards erst kürzlich ankündigte, die Rolling Stones werden bald ein neues Studioalbum aufnehmen, brachte Jagger überraschend zwei neue Solo-Songs auf den Markt.

Ergebnis von Angst

Wie Universal Music am Donnerstag mitteilte, sind die Titel „Gotta Get A Grip“ und „England Lost“ ab sofort zum Download erhältlich. Beide Tracks wurden vor einem politischen Hintergrund geschrieben, wie Mick Jagger selbst erklärte: „Die beiden neuen Songs liefern dringliche Antworten auf die verwirrenden und frustrierenden Zeiten, in denen wir gerade leben“, heißt es auf der Website des Plattenlabels Universal. „Die Songs sind das Ergebnis von Angst und der Unbegreiflichkeit der sich ändernden politischen Situation.“

Zukunft? Ungewiss

Erst vor rund drei Monaten schrieb der Sänger der Rolling Stones die beiden neuen Titel, und die Bedeutung dahinter erklärt er so: Zwar ginge es in „England Lost“ eigentlich um ein verlorenes Fußballspiel; die Message liegt aber doch ein wenig tiefer vergraben: „Es geht um die Unbegreiflichkeit, an diesen Punkt gelangt zu sein, und die gefühlte Unsicherheit. Obwohl [der Song] eine Portion Humor mitbringt, denn ich mag nichts, das zu offensichtlich ist, beschreibt er auch einen gewissen Zustand der Verletzlichkeit, in dem wir uns als Land gerade befinden.“ Mit diesen Worten spielt Jagger zweifellos auf den Brexit und die damit verbundenen Umstände an, dass eigentlich momentan keiner so genau weiß, wie es aus politischer Sicht mit Großbritannien weitergehen wird.

Unbedingt weiterleben

Und auch über den Hintergrund von „Gotta Get A Grip“ spricht der 74-Jährige auf der Universal-Website: „Die Botschaft ist, dass du trotz all der Dinge, die gerade geschehen, dein Leben weiterleben und du selbst sein musst – und dabei versuchen solltest, dein eigenes Schicksal in die Hände zu nehmen.“ Diesem Motto folgt Jagger ganz offensichtlich auch selbst: Denn was beschreibt „Weiterleben“ besser, als im Alter von 74 Jahren immer noch das zu tun, was einem am meisten Freude bringt?

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Gary Gershoff WireImage
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Rolling Stones: Die unglaubliche Geschichte des „Rock And Roll Circus“

Wie bei allen großen Ideen gibt es über den Ursprung unterschiedliche Darstellungen. Marianne Faithfull, stets kunstsinnig, hält das Zirzensische in Fellinis Filmen und Marcel Carnés „Kinder des Olymp“ für die Inspiration. ­David Dalton, im Dezember 1968 Chronist beim „Rolling Stones Rock And Roll Circus“, sieht „Sgt. Pepper“ als Vorbild. Pete Townshend erinnert sich, dass er mit Mick Jagger und Ronnie Lane überlegte, ob man einen musikalischen Wanderzirkus mit einem Güterzug durch die USA reisen lassen könnte – es wäre zu langsam gewesen. Jagger schwebte dann eine altertümliche Zirkus-Show vor, die fürs Fernsehen aufgezeichnet würde – mit Akrobaten und Clowns und lustigen Verkleidungen, Späßen…
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