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Highlight: Die besten Hardrock-Alben aller Zeiten: Guns N‘ Roses – „Appetite For Destruction“

„Fuck Axl!“ So war die Zeremonie der Rock and Roll Hall of Fame

The Faces rückten ebenfalls ohne ihren Leadsänger aus und rekrutierten erneut Mick Hucknall von Simply Red. Der hatte bereits in den vergangenen Jahren diverse Shows mit der Band gespielt und klingt exakt wie Rod Stewart in der frühen 70ern. „Ohh La La“ war ein großer Spaß, aber „Stay With Me“ wurde zum großen Siegeszug. Ron Wood spielte mit glühender Leidenschaft, fast so, als wolle er Mick und Keith beweisen, dass er für eine Rolling Stones-Tour in Topform wäre. Ian McLagan bewies, dass er noch immer einer der besten Keyboarder im Rock’n’Roll ist, und Drummer Kenny Jones hat immer noch den Biss, der ihm Ende der 70er Keith Moons alten Job einbrachte. Man kann nur hoffen, dass Rod eines Tages zu Sinnen kommt und mit diesen Jungs auf Tour geht.

Die Beastie Boys hatten einen Auftritt ohne Adam Yauch natürlich nicht im Sinn, also spielten The Roots gemeinsam mit Kid Rock und Travie McCoy von den Gym Class Heroes ein Medley aus Beastie Classics – inklusive „Sabotage“ und „So What’cha Want.“ Rock, Black Thought und McCoy trugen dabei grüne Adidas-Trainingsanzüge und machten einen Superjob, wenn es darum ging, die Energie und den Spirit der originalen Beastie Boys rüberzubringen.

Der Abend wurde eröffnet mit einer Überraschungsperformance von Green Day, die eine bombastische Version von „Letterbomb“ hinlegten – einem der besten Songs von „American Idiot“. Obwohl nur wenige im Publikum den Song zu kennen schienen, hatte Billie Joe Armstrong die Halle wie ein Profi im Griff und heizte die Menge perfekt ein für diese lange Nacht voller Musik und langer Reden. Traditionell sprach Rock and Roll Hall of Fame-Mitbegründer Jann Wenner am frühen Abend zur Menge. „I believe in the magic of rock and roll,“ sagte er. „That magic can set you free. Ladies and gentlemen, tonight you’ve entered a place where magic happens.“



Die besten Hardrock-Alben aller Zeiten: Guns N' Roses - „Appetite For Destruction“

Heute will es keiner gewesen sein, aber damals gab es nicht wenige Leute, die Guns N'Roses für eine durchschnittliche Hardrockband hielten, deren Debüt auch nicht viel besser sei als das von Faster Pussycat. Im METAL HAMMER bekam „Appetite For Destruction“ 1987 drei von sieben Punkten, man empfahl, lieber „Electric“ von The Cult zu kaufen. Inzwischen weiß jeder, dass es – neben „Born In The USA“ und „The Joshua Tree“ – das Rockalbum des Jahrzehnts war: eine dieser Platten, auf die sich notfalls alle einigen können. Und das liegt nicht an den Frisuren oder Tätowierungen oder am eher albernen Slogan von…
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