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Gewinnen: Rambo Trilogy Uncut auf Blu-ray

Die ersten drei „Rambo“-Filme erscheinen erstmals in 4K restauriert und uncut. Dazu gibt es etliche Bonus-Features. Zahlreiche Featurettes, darunter „Rambo und die 80er (Teil 1-3)“ und „How to become Rambo (Teil 1-3)“, Audiokommentare und Interviews von und mit Cast & Crew, geschnittene Szenen, alternative Anfänge und Enden, Outtakes, Hinter den Kulissen, Original-Trailer & TV-Spots.

Hier die „Rambo Trilogy“ bestellen

Wir verlosen die Blu-ray. Einfach Formular ausfüllen und „Rambo“ als Lösungswort angeben. Einsendeschluss: 02.12.2019. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Reviews der Filme:

Rambo (1982)

Beim Gedanken an John Rambo haben wir die Ein-Mann-Armee im Kopf, die im Dschungel oder der Wüste ganze Brigaden feindlicher Soldaten platt macht. Den Auftakt der Reihe bildet, unter der Regie von Ted Kotcheff (der erstmals 1971 mit dem Outback-Horror „Wake In Fright“ spektakulär von sich Reden machte), jedoch kein Action-Streifen, sondern dieses Drama. Und Rambo tötet darin auch nicht viele, sondern „nur“ einen einzigen Menschen, in Notwehr. Nur ist dieser eine Mensch eben ein amerikanischer Cop, und der Ex-Soldat bringt damit die ganze Kleinstadt-Polizei erst recht gegen sich auf.

Das Thema des Vietnam-Veteranen, der sich nach seiner Rückkehr in die USA nicht in die Gesellschaft integrieren kann und auf Ablehnung stößt, war zwar nicht neu (Scorseses „Taxi Driver“ von 1976 bleibt die Messlatte). Doch David Morells Romanvorlage erschien 1972, mitten im Krieg. Und Rambo ist eigentlich friedfertig. Der Mann vom Militär rebelliert ausgerechnet gegen – sadistische – Beamte. Das verlieh „Rambo“, oder „Rambo I“, wie Fans ihn nennen, eine gewisse anarchistische Note. Zumal der Grund für die Folter des Soldaten nie wirklich dargelegt wurde, abgesehen von einem schwachen „Wir wollen Dich hier nicht haben“. Brian Dennehy als Sheriff ist ein angemessener Gegenspieler; der Ausbruch Stallones aus dem Polizeirevier, blitzschnell vollzogen, rauf aufs Motorrad, unfreiwillig lustig.

Das ursprüngliche Ende sah einen Selbstmord Rambos vor. Das Testpublikum war dagegen, und er durfte überleben – eine Filmfigur wurde geboren, die es später sogar in den Duden schaffen sollte: als brutaler männlicher Typ.

Rambo II – Der Auftrag (1985)

„Der Auftrag“ als Beschreibung ist natürlich schräg, wenn am Ende Leichen stehen: mindestens 115, von Fans handgezählte Opfer. Was für ein Titel.

Stallone, 39, befand sich vor Drehbeginn körperlich in Bestform, und aus dem traumatisierten Waldschrat aus Teil eins wurde in der Fortsetzung ein Mann, der zwar ein Killer ist, aber eben auch ein Rächer. Rambo rächt sich für seine Folter und natürlich für die ermordete Gefährtin, Co-Bao (Julia Nickson). Wie „Rocky IV“ funktioniert dieser Film zwar als US-Propaganda im Kalten Krieg. Rambo kehrt nach Vietnam zurück, befreit einen P.O.W., tötet Vietnamesen und Russen, gewinnt den Vietnamkrieg also, zehn Jahre später, doch noch.

Allerdings haben Stallone, Regisseur George P. Cosmatos und Drehbuchautor James Cameron (von dem zumindest die Vorlage übrig geblieben sein soll) auch den wohl überzeugendsten Action-Film des Jahrzehnts gedreht. Die Messlatte, die erst wieder von James Cameron und „Terminator 2“ neu angelegt wurde.

Diese Dramaturgie funktioniert immer: Auskundschaftung, Gefangennahme, Ausbruch, Gegenschlag. Und Betrug der Amis an Rambo, weil das US-Militär nicht davon ausgegangen war, dass ihr Mann im Dschungel tatsächlich einen überlebenden G.I. findet – und beide nun zurücklassen will, denn die Öffentlichkeit soll von dieser unerwarteten Entdeckung nichts erfahren.

Man könnte Stallone die patriotischen Motive vorhalten. Aber er spielt mit offenen Karten. Betreibt hier keine Raketenwissenschaft, seine Absichten sind klar erkennbar. Und nichts an diesem 90-minütigen Kriegsfilm sieht dämlich aus: Es ächzt, quietscht, kreischt, klirrt und blutet aus allen Enden in absoluter Körperlichkeit – und in einem beispiellosen Soundmix, der perfekt zu Jerry Goldsmiths donnerndem Score passt.

Rambo III (1988)

Eine Kopie von „Rambo II“ – derselbe fette Hubschrauber alias Endmonster, Action mit dem Hi-Tech-Bogen, der Held flüchtet aus der Gefangenschaft und schlägt zurück. Nur eben alles in schlecht bzw. in blau. Der Dialog „Was ist das?“ – „Blaues Licht“ – „Was macht es“ – „Es leuchtet blau“ gilt heute noch immer als Highlight des Films. Echt, jetzt. Zumindest karikiert es die einfache, auf klare Ziele ausgerichtete Weltsicht der Titelfigur sowie allgemein den Waffenfetischismus.

Rambo, sein Vokuhila prächtiger und fettglänzender denn je, kämpft nun in Afghanistan, wehrt sich mit den Taliban gegen die Russen. Dass der Ex-Elitesoldat mit diesem Werk den realen Abzug der Sowjets aus dem Land gefördert haben könnte, ist nicht bekannt. Schwer vorstellbar, dass die afghanischen Rebellen aus „Rambo III“ nach Nine Eleven zumindest in Amerika noch auf Sympathie stoßen.


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