Spezial-Abo

Happy Birthday, Brian Eno!


von

Dabei hat Eno selbst einmal gesagt, er erzähle ungern Anekdoten und erkläre noch weniger gern seine Kunst am liebsten rede er „über Ideen“. Klingt prätentiös, aber wenn man ihm im Berliner Hotel gegenübersitzt, Eno in legerem, kurzärmeligem Schwarz wie ein explizit nicht-verrückter Professor, will man sofort glauben, daß man mit niemandem sonst auf der Welt so schön „über Ideen“ reden kann. Erst recht nicht, wenn man die typischen weißen Kabel aus seiner Tasche baumeln sieht Das würde uns brennend interessieren:

Was hat Brian Eno auf seinem iPod?

Nur Sachen, die ich noch nicht kenne. Meine Lieblingsmusik nehme ich nie, weil ich die nicht an beliebigen Orten hören wüL Bei neuer Musik ist das anders, die höre ich am liebsten außerhalb meiner gewohnten Umgebung. Diese CD hier, „Lost And Safe“ von The Books, spiele ich als nächstes auf, die habe ich eben von einem Freund bekommen. Ich hab keine Ahnung, was das ist, und so auch keine Erwartungshaltung.

Das merkt man manchmal, wenn man ein bestimmtes Stück zu Hause hört und dann später das Video dazu sieht: In Kombination mit fremden Bildern funktioniert Musik oft viel besser.

Das ist eine der wichtigsten Erfahrungen, die ich beim Komponieren gemacht habe: Oft ergibt die Musik erst einen Sinn, wenn ich ein Bild dazu habe. Ich arbeite ja genau so wie die meisten Menschen, ich setze mich morgens hin und versuche dies und das, und wenn es langweilig ist, ändere ich ein bißchen was, stelle etwas um und so weiter. Eine eher mechanische Angelegenheit, um die Arbeit in Gang zu kriegen, aber dann plötzlich (schnippt mit dem Finger) – macht es Klick und ich sehe ein Bild vor mir. Das ist vielleicht nur eine Art Licht oder ein bestimmtes Gefühl, das in der Luft liegt, nicht unbedingt etwas Konkretes.



1985: Das größte Musikspektakel aller Zeiten – Live Aid

"It's twelve noon in London, seven AM in Philadelphia, and around the world it's time for: Live Aid ...." Bis heute ist es der Maßstab aller Charity-Konzerte: Live Aid. Am 13. Juli 1985 organisierten Bob Geldof und Midge Ure Veranstaltungen im Londoner Wembley Stadium und im JFK Stadium in Philadelphia; bei den zeitgleichen Konzerten, insgesamt 16 Stunden lang, versammelte sich eine bis dato nie gesehene Zahl von Stars, die zu Spenden für die Hungerhilfe in Äthiopien aufriefen. Knapp zwei Milliarden Menschen in 150 Ländern schauten zu. Queen, U2, Bob Dylan, Madonna, Mick Jagger, Paul McCartney, David Bowie, Sting, die Beach…
Weiterlesen
Zur Startseite