„Heart Of A Child“: Eric Clapton schreibt Single mit befreundetem Impfgegner


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Impfgegner und Blues-Gitarrist Eric Clapton kündigt eine neue Single an, die er gemeinsam mit einem weiteren Impfskeptiker, Robin Monotti, geschrieben hat. Clapton spricht sich seit längerem wiederholt gegen Lockdown-Maßnahmen und Impfstoff-„Propaganda“ aus. Er gehört damit zu einer Reihe von Rockstars, die zuletzt mit fragwürdigen Aussagen über Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung aufwarteten und damit eher für Befremdung als für Begeisterung sorgten. Seine neue Single wird „Heart Of A Child“ heißen.

Clapton macht in seinen neuen Songs Stimmung gegen Pandemie-Maßnahmen

Die Single soll diesen Freitag, den 24. Dezember 2021 veröffentlicht werden und wird Claptons zweiter neuer Song in diesem Jahr sein, nachdem „This Has Gotta Stop“ bereits im August erschienen ist. Im letzten Stück sowie seiner 2020er Single „Stand and Deliver“, thematisiert Clapton seine Verachtung gegenüber COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen sowie Lockdowns und Impfungen im Besonderen.

Eine Passage des neuen Songs wurde bereits bekannt. Sie lautet: „We lost the love of a man / I was proud to know / They locked you down boy / Made you grieve alone / Turn off the TV / Throw your phone away / Don’t you remember / What your daddy used to say.“

 

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Eine Aktion fragwürdiger als die Andere

Anfang des Jahres hatte Impfgegner Robin Monotti, der sich selbst als „Menschenrechtsverfechter, Architekt, Filmproduzent und Songwriter“ bezeichnet und mit einem Twitter-Bann belegt wurde, Clapton zu einem Interview eingeladen. Im Gespräch tauschten sie sich über „katastrophale“ Erfahrungen mit dem COVID-19-Impfstoff aus und sprachen über die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Das krude Interview ist bei YouTube zu sehen. Im Juli schwor Clapton zudem, niemals an einem Veranstaltungsort aufzutreten, der den Nachweis einer Impfung als Bedingung für den Eintritt verlangt. Nur um dann zwei Monate später doch an genau so einem Veranstaltungsort aufzutreten.

Im Oktober wurde weiter berichtet, dass Clapton der britischen Anti-Lockdown-Musikgruppe „Jam For Freedom“ 1.000 Pfund gespendet und seinen eigenen Tourbus geliehen hatte, wobei er dem Gründer zu seiner „großartigen Arbeit“ gratulierte. Im August 2021 meldete sich zudem Queen-Ikone Brian May zu Claptons Äußerungen zu Wort und versicherte, dass er „nie aufhören würde, den Mann zu respektieren“, obwohl „Clapton in vielerlei Hinsicht ganz andere Ansichten hat als er.“ Im November 2021 schließlich erklärte Robert Cray, dass er von einer Tournee mit Clapton zurückgetreten sei, nachdem dieser in „Stand And Deliver“ die Lockdown-Maßnahmen mit Sklaverei verglichen hatte.

Clapton gewinnt Raubkopie-Klage gegen Frau aus Ratingen

Ebenfalls im November wiederholte Clapton seine Ansichten in einem Podcast mit dem prominenten Anti-Impf-Aktivisten Robert F. Kennedy Jr. In seiner Sendung „The Defender“ sprach Clapton über die Auswirkungen seiner Haltung auf seine Beziehungen zu anderen. „Im letzten Jahr ist viel verschwunden“, sagte er dabei, „viel Staub aufgewirbelt worden, weil Leute ziemlich schnell weggezogen sind, und das hat die Art von Freundschaften, die ich habe, verfeinert. Sie haben sich auf die Menschen reduziert, die ich offensichtlich wirklich brauche und liebe.“

Letzte Woche sorgte Clapton schon wieder für Aufsehen, weil er eine deutsche Witwe aus Ratingen verklagte, die versucht hatte, ein Clapton-Bootleg auf eBay zu verkaufen. Die Angeklagte wurde zur Zahlung der Anwaltskosten beider Parteien verurteilt, die sich auf insgesamt rund 3.400 € belaufen.