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Highlight: 5 Serien-Geheimtipps aus den USA, die man unbedingt auf dem Schirm haben sollte

„I give a fuuuuck!“ Ein Gespräch mit Orlando Bloom

Orlando kommt der Hauptfigur aus der Serie „Entourage“, Vincent Chase, sehr nahe. (Chase ist ein Schauspieler, der in Hollywood Karriere macht und mit Katastrophen, Niederlagen und Narzissmus zurechtkommen muss. Seine Entourage hilft ihm dabei.) Bloom hat die gleiche Aura wie die Figur Chase: die Mixtur aus leichter Langeweile und Freundlichkeit. Bescheiden sein, wenn der Moment es verlangt. Arrogant sein, wenn es der Moment verlangt. Nicht einfach. Wir fragen nicht nach Supermodelfreundin und Baby. Wir wollen über Orlandos Entourage reden, in Hollywood ein wichtiger Teil des Karriere-Lebens. 

Haben Sie eine Entourage, die Sie immer begleitet?

Nein, so etwas hab ich nicht. Ich habe echte Freunde.

Ihr neuer Film „Die drei Musketiere“ handelt vom Zusammenhalt unter Männern.

Ich finde, er ist ein großes Statement zu Männerfreundschaft. Da kann man sich was abschauen.  

Aber Orlando ist gar kein Musketier, sondern der Duke of Buckingham, Gegner der drei Musketiere. In früheren Verfilmungen spielte diese Figur keine große Rolle. Sie ist für die Geschichte nicht zentral. Hollywood-Jungschauspieler wollten immer einen Musketier spielen. Kiefer Sutherland spielte Athos. Charlie Sheen Aramis. Die Musketiere 2011 sind auch ganz flott, aber Regisseur Paul Anderson hat sich für Orlando etwas sehr Besonderes ausgedacht. Kämpfen und fechten sollen die anderen. Orlando tritt einfach auf. Als Duke of Buckingham.

Bloom spielt also einen reichen, gut angezogenen, gemeinen Angeber, an der Grenze zum Arschloch. Er flirtet mit allen Königinnen Europas, er ist kein Vertreter der „guten Sache“.  Der Duke besitzt ein Luftschiff, gibt wahnsinnig damit an und kritisiert laufend andere Leute, auch den König, für ihre ältliche Garderobe. Über die Rolle spricht Orlando gerne. Denn der Duke muss anders beeindrucken, als fechtend rückwärts von Notre Dame zu stürzen.

Wer ist der Duke, was hat er uns zu sagen?

Er ist ein Rockstar, ein kindischer Typ. Ihm geht es vor allem um das Luftschiff, mit dem er regelmäßig aufkreuzt. Alle beneiden ihn um das Schiff. Im Film wirkt das so, als ob er immerzu mit einem neuen Ferrari daherkommt. Ein Luftschiff gab es damals noch gar nicht. Aber Paul Anderson hat gesehen, wie gut mir so ein Luftschiff steht. Der Duke kommt einfach und tritt auf. Ich muss nur posen. Das finde ich sensationell.



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