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„Ihr bekommt meinen Hass nicht“: Ein durch die Anschläge in Paris verwitweter Journalist stellt sich mit einem Post mutig den Terroristen entgegen

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„Ihr bekommt meinen Hass nicht“: Ein durch die Anschläge in Paris verwitweter Journalist stellt sich mit einem Post mutig den Terroristen entgegen

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„Ihr bekommt meinen Hass nicht“, so beginnt der Post, den Antoine Leiris verfasste, nachdem seine Frau bei den Anschlägen in Paris ums Leben kam.

Der französische Journalist, der seinen 17 Monate alten Sohn nun allein großziehen muss, bewegt mit seinem offenen Brief. Doch anstatt in Trauer zu versinken, stellt er sich mutig und selbstbewusst denjenigen entgegen, die den Tod seiner Frau mitverschuldeten.

„Ich weiß nicht, wer ihr seid und ich will es nicht wissen, ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den ihr blindlings tötet, uns nach seinem Bild gemacht hat, dann muss jede Kugel im Körper meiner Frau eine Wunde in sein Herz gerissen haben.“

Die 35-jährige Hélène Muyal-Leiris war eines der 88 Opfer, die das Konzert der „Eagles of Death Metal“ am Freitag in Paris nicht lebend überstanden.

Doch Leiris lässt sich von seinem schmerzvollen Verlust nicht betäuben.

„Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischem Blick betrachte, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere.“ Genau das jedoch verspricht er nicht zu tun.

Besonders bewegend ist der Moment, als Leiris beschreibt, wie wunderschön er seine verstorbene Frau am Sonntag gesehen habe: „Sie war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als ich mich hoffnungslos in sie verliebte.“

Trotz der ihn erdrückenden Trauer lässt er sich nicht von den Terroristen einschüchtern, weil er weiß, „dass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wiedersehen, zu dem ihr niemals Einlass erhalten werdet.“

Zuletzt beteuert der Witwer, dass auch sein Sohn Melvil stark aus dieser Tragödie herausgehen werde.

„Sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge eine Beleidigung für euch sein, indem er glücklich und frei sein wird.“

Fast 200 000 Mal wurde der eindringliche Post bereits geteilt. Viele Nutzer sind überwältigt von der Widerstandkraft, dem Mut und der Offenheit des Franzosen.

Und auch wenn Antoine Leiris seine Frau vermutlich sein Leben lang vermissen wird, bleibt ihm doch eine Gewissheit: „Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde.“

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