Ist der Eurovision Song Contest 2019 in Gefahr?

Mit vier Siegen ist Israel ein gut vertretener Teilnehmer in der langen Geschichte des Eurovision Song Contest. Auch den diesjährigen Wettbewerb konnte das Land dank Sängerin Netta Barzilai für sich entscheiden. Wer als Sieger hervorgeht, darf und kann normalerweise den darauffolgenden Wettbewerb zuhause veranstalten. Doch diesmal steht der Austragungsort auf der Kippe.

Der zuständige Fernsehsender Kan streitet sich mit der israelischen Regierung um Teile der Finanzierung des Events. Es geht vor allem um 12 Millionen Euro, die beim Veranstalter, der Europäischen Rundfunkunion, als Kaution hinterlegt werden müssen. Würde das Geld nicht eingehen, gäbe es dementsprechend keine Veranstaltung. So heißt es in dem Schreiben des Senders an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Insgesamt gebe es ein Kostendefizit von knapp 24 Millionen Euro.

ESC: Deadline am Dienstag

Netta Barzilai feiert ihren ESC-Sieg
Netta Barzilai feiert ihren ESC-Sieg

Die Regierung lehnt den Zuschuss ab und schlägt Kan vor, das Geld aus dem eigenen Budget zu schöpfen, oder einen Kredit aufzunehmen. Ein Statement vom Ministerpräsidenten oder von der Europäischen Rundfunkunion gibt es bis jetzt noch nicht.

Kooperation

Eine Erklärung muss am Dienstag abgegeben werden. Werden sich die Parteien nicht einigen können, wird der Eurovision Song Contest in einem anderen Land stattfinden müssen – möglicherweise beim Zweitplatzierten Zypern.

Es ist nicht das erste Mal, dass Israel um die Veranstaltung kämpfen muss: Bereits im Jahr 1980 verzichtete man auf die Austragung, da das Finaldatum auf den Gedenktag an die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus fiel.

GIDEON MARKOWICZ AFP/Getty Images

„Bohemian Rhapsody“ räumt auch bei BAFTAs ab - Rami Malek bester Schauspieler

Nächster Erfolg für „Bohemian Rhapsody“: Auch bei den BAFTAs, dem wichtigsten britischen Filmpreis, wurde der Film über Queen und vor allem Sänger Freddie Mercury geehrt. In London konnte sich Rami Malek am späten Sonntagabend (10. Februar) darüber freuen, als bester Schauspieler ausgezeichnet worden zu sein. „Bohemian Rhapsody“ war in mehreren Kategorien nominiert, erhielt aber ansonsten nur noch einen BAFTA für den besten Ton. BAFTAs 2019: „Roma“ bester Film und bester fremdsprachiger Film Die großen Gewinner des Abends hießen erwartungsgemäß „The Favourite (von Regisseur Yorgos Lanthimos) und „Roma“ (von Alfonso Cuaron). Das Kostümdrama, das auch bei den Oscars mit zehn Nominierungen…
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