James Franco: Vergleich im Prozess um sexuelle Belästigung


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Im Oktober 201 wurde der US-amerikanische Schauspieler James Franco wegen sexueller Belästigung angeklagt. Franco bestritt die Behauptungen wiederholt. Nun wurde vor Gericht ein Vergleich erzielt.

Zwei ehemalige Schülerinnen seiner Schauspielschule Studio 4 behaupteten, dass Franco die Institution für unangemessenes Verhalten genutzt hätte.

Laut eines Gerichtsdokuments vom 11. Februar habe man sich nun auf einen Vergleich geeinigt. Der„Hollywood Reporter“ hat ebendieses eingesehen und berichtet nun darüber.

In der Klage von Sarah Tither-Kaplan und Toni Gaal heißt es zudem, Franco habe „seine Schüler dazu gedrängt, in immer expliziteren Sexszenen vor der Kamera aufzutreten, in einer ‚orgienartigen Umgebung‘, die weit über das hinausging, was auf Hollywood-Filmsets akzeptabel ist“, so das Branchenblatt.

Des weiteren wurde behauptet, dass Franco „versuchte, eine Reihe junger Frauen aufzustellen, die seiner persönlichen und professionellen sexuellen Ausbeutung im Namen der Bildung unterworfen wurden“ und ihnen vermittelt wurde, dass die Chance einer Rolle in einem seiner Filme bestünde, wenn diese einstimmten.

Anschuldigungen von James Franco

„The Hollywood Reporter“ berichtet zudem, dass sich diese Vorfälle in einer Meisterklasse für Sex-Szenen ereignet haben. Der Schauspieler unterrichtete sie in seinem Studio 4, welches im Jahr 2014 eröffnete, 2017 jedoch wieder schloss.

Zusätzlich behauptete Gaal in der Anklage, dass sie die Klasse nicht besuchen durfte, nachdem sie ihr Unbehagen nach dem Vorsprechen kommunizierte. Tither-Kaplan erzählte währenddessen, dass die Annahme in der Meisterklasse ihr die Tür zu einer Rolle in Francos Film öffnete. Sie behauptete, dass er sie für eine Orgien-Szene castete, in welcher der Schauspieler gewisse Sicherheitsvorkehrungen unterließ.

Neben James Franco werden in der Klage jedoch auch seine Produktionsfirma Rabbit Bandini und seine Partner beschuldigt. So unter anderem auch Vince Jolivette und Jay Davis.

Gespaltete Meinungen gegenüber der Anschuldigungen

Die „Vanity Fair“ stellte den 42-Jährigen als „glühenden Gläubiger an die Gerechtigkeit der #MeToo- und Times Up-Bewegungen“ betitelte. „Leider haben die Bewegungen zu Recht eine Reihe verwerflicher Individuen zu Fall gebracht, aber auch einen unschuldigen Mann verstrickt: James Franco“, heißt es in dem Bericht weiter.

In einem Interview mit Late-Show-Moderator Stephen Colbert im Jahr 2018 bestritt Franco die Geschichten über sein mutmaßliches sexuelles Fehlverhalten ebenfalls. Er fügte jedoch hinzu: „Wenn ich etwas falsch gemacht habe, werde ich es in Ordnung bringen. Ich muss.“

+++ Dieser Artikel erschien zuerst auf musikexpress.de +++