Jazz-Pianist Paul Kuhn ist tot


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Paul Kuhn ist tot. Der Jazzmusiker starb in der Nacht zu Montag. Dies gab seine Agentur bekannt. Nach Informationen der „Bild“ hatte sich Kuhns gesundheitlicher Zustand Anfang September verschlechtert, so dass er in eine Klinik eingeliefert werden musste. Paul Kuhn wurde 85 Jahre alt.

Kuhn erlangte in den Fünfzigern Berühmtheit durch andauernde TV-Präsenz. Doch während das Fersehpublikum vor allem seine Schlager schätzte und ihn den „Paulchen“ nannte, wurde er von Experten stets als einer der besten Jazzmusiker bezeichnet, den das Land hervorgebracht hat. Noch im September hätte Kuhn, der am Wiesbadener Konservatorium gelernt hatte, mit seinem „Trio“ bei den Leverkusener Jazztagen auftreten sollen. Im März veröffentlichte er sein letztes Album, im Jahr 2010 erhielt der den „Echo Jazz“ für sein Lebenswerk.

Kuhn, der als erster deutscher Musiker eine Festanstellung beim US-Soldatensender AFN innehatte, feierte mit Liedern wie „Die Farbe der Liebe“, „Der Mann am Klavier“ und „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ Erfolge, dazu gab es Fernsehshows wie „Pauls Party“; zudem leitete Kuhn das Rundfunk-Unterhaltungsorchester des damaligen Senders Freies Berlin (SFB). Durch ihn wurde der Swing im Nachkriegsdeutschland populär.

Die Ursache für den Tod Paul Kuhns wurde noch nicht bekannt gegeben.