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Blackout Tuesday
Highlight: The Beatles: Wie die Aufnahmen zu „Let It Be“ zum Fiasko wurden

John Lennons „Rock’n’Roll“: Still crazy after all these years

Am zweiten Abend erschien Spector betrunken in einem Arztkittel samt Stethoskop und dirigierte die Aufnahmen zu „Angel Baby“. John hatte eine Flasche Wodka mitgebracht und besoff sich mit Jesse Ed Davis, bis er um zwei Uhr morgens seinen Gesang beisteuerte. Nach Darstellung von Davis stürmte John auf ihn zu und küsste ihn auf den Mund. Davis erwiderte den Kuss, woraufhin John „Schwuchtel!“ schrie. Auf der Rückfahrt zu Lou Adlers Haus wurde er von May getrennt, die in einem anderen Auto fuhr, und drohte tobend damit, die Scheiben einzuschlagen; bei der Villa angekommen, wurde John von Spectors Leibwächter ins Schlafzimmer geschleppt und mit Krawatten an den Bettpfosten gebunden. Phil Spector verließ die Villa und sagte zu May Pang: „War das nicht eine tolle Session?“ Dann gelang es John, sich zu befreien, er stürzte die Treppe hinunter und ging auf May los, die zum nahen Bel Air Hotel flüchtete, wo Lennon von dem Freund Tony King schluchzend und weinend gefunden wurde. „Niemand liebt mich“, barmte er.

John Lennon dachte an Titel wie „Old Hat“ oder „Gold Hat“

Die chaotischen Aufnahmen wurden fortgesetzt; Joni Mitchell erschien mehrfach im Studio (mal mit Jack Nicholson, mal mit Warren Beatty) und wurde von Spector beschimpft, der einmal auch mit seiner Pistole an die Decke schoss. Als der Scheidungsprozess gegen Ronnie begann, verschwand Spector mit den Tonbändern und weigerte sich, sie herauszugeben. Derweil veranstaltete John an einem Abend eine spontane Session mit Paul McCarney, Stevie Wonder und seinem neuen Freund Harry Nilsson, zog mit May, Ringo Starr, Klaus Voormann und Nilsson in ein Strandhaus in Malibu und kümmerte sich nicht mehr um die Platte.

Erst nachdem er 1974 nach New York zurückgekehrt war, interessierte sich Lennon wieder für die Aufnahmen aus Los Angeles, die Phil Spector mittlerweile ausgehändigt hatte. Der windige Geschäftemacher Morris Levy, der sich einst den Begriff „Rock’n’Roll“ patentieren lassen wollte,  hatte von Lennon verlangt, dass er drei Songs aus Morris‘ Katalog an Musikrechten verwenden müsse, weil das Beatles-Stück „Come Together“ sich offenkundig Chuck Berrys „You Can’t Catch Me“ verdankte. Lennon hatte zwar zugestimmt, aber nicht mehr daran gedacht. Nun traf er sich samt seinem Anwalt Harold Seider und May Pang mit Morris in dessen Restaurant. 90.000 Dollar waren bereits in das Album investiert worden – nun wollte Seider 200.000 Dollar aufwenden, um Morris abzufinden. Lennon erzählte anekdotenreich von den turbulenten Sessions mit Spector. Daraufhin schlug Morris vor, man solle das Album unter dem Titel „Roots“ im Fernsehen bewerben und per Mailorder verkaufen, wie es mit Oldies-Compilations gemacht wurde. Lennon war sofort begeistert und dachte an einen Titel wie „Old Hat“ oder „Gold Hat“.



Beatles: YouTube streamt „Yellow Submarine“ als Sing-A-Long-Version

Um der Welt die Zeit in der Heimquarantäne etwas zu erleichtern, ladet YouTube kommendes Wochenende Zuschauer dazu ein, sich gemeinsam mit John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr virtuell an Bord einer animierten „Yellow Submarine“ zu begeben und die größten Hits der Beatles mitzusingen. Am Samstag, dem 25. April um 12:00 Uhr, gibt's im Stream die restaurierte Sing-A-Long-Version des legendären Beatles-Animationfilms „Yellow Submarine“ von 1968. DieVersion war bisher nicht verfügbar gewesen, da sie ursprünglich nur in Kinos veröffentlicht worden war, um das 50. Jubiläum im Jahr 2018 zu feiern. Bei der Sing-A-Long-Ausgabe von „Yellow Submarine“ läuft der Liedtext…
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