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Blackout Tuesday

Joni Mitchell im ROLLING-STONE-Interview: Leben im Director’s Cut

Das Universum der Joni Mitchell hat viele Eingänge. Am Haupteingang stehen die Fans der ersten Stunde, die sie zwischen ihrem Debüt 1968 und ihrem Meisterwerk „Blue“ von 1971 entdeckten. Den Nebeneingang nahm, wer Joni später über einen Hinweis in einer Musikerbiografie, über ein zufällig empfohlenes Video auf YouTube, in einem Konzertmitschnitt im Spätprogramm entdeckte. Und dann gibt es noch die, die Joni Mitchell 2003 nach „Tatsächlich … Liebe“ googelten. Eines haben alle gemeinsam: Sie sahen die junge Joni und gerieten in ihren Bann. Dieses Wesen sprach wie eine Schülerin und sang mit einer Autorität, die einem den Atem stocken ließ. Sie stand etwas linkisch am Mikrofon, aber wenn sie die Saiten spielte, erkannte man, dass sie Dinge wusste, die man selbst nur ahnte.

Vor allem aber sang sie Worte, die die eigenen vagen Gefühle plötzlich verständlich machten und doch nur von ihr selbst zu handeln schienen. Nach einem solchen Erweckungserlebnis bleibt man für immer an ihr interessiert, auch wenn das nicht immer leicht ist. Nicht jedes ihrer rund 20 Alben ist brillant, nicht jeder Song bewegend, nicht jede musikalische Wandlung so spannend wie ihre Hinwendung zum Jazz in den 70er-Jahren. In den Nullerjahren war aus der Elfe mit der exotischen Dulcimer-Zither zudem eine immer noch schöne, aber inzwischen recht verbitterte ältere Dame geworden. Mit 71 veröffentlicht Joni Mitchell nun eine Box mit vier CDs, in der sie Stücke aus 40 Jahren neu geordnet hat – und zwar ziemlich sicher nicht die Stücke, die Fans für eine solche Sammlung ausgewählt hätten. „Love Has Many Faces“, Untertitel: „A Quartet, A Ballet, Waiting To Be Danced“, heißt diese Sammlung. Ein Ballett in vier Akten, das noch seiner Aufführung harrt. Joni Mitchell richtet gern mit der großen Kelle an.

„Ich bin eine Malerin, die Lieder schreibt“, erklärt sie im ausführlichen Begleittext zu der Box, die von ihrer Plattenfirma etwas pompös als „novelette“ angepriesen wird. „Meine Songs sind sehr visuell. Die Wörter erschaffen Szenen – in Cafés und Bars – in düsteren kleinen Zimmern – an vom Mond beschienenen Ufern – in Küchen – in Krankenhäusern und auf Rummelplätzen. Sie ereignen sich in Fahrzeugen – Flugzeugen und Zügen und Autos.“



Sparks sind die Staubsauger des Pop und bald die neuen Helden des Arthouse-Kinos

Die Sparks waren immer eine Band der Überraschungen und Extreme. Vielleicht ist es deshalb nur logisch, dass die Gebrüder Mael auch in einem Jahr voller Unwägbarkeiten und Außerordentlichkeiten endlich jene wohltuende Anerkennung erhalten könnten, die sie nach weit über 40 Jahren Achterbahnfahrt im Musikbusiness verdienen. Mit einer fast 60 Songs umfassenden Retrospektive streiften die Sparks zuletzt ihre kaum auf einen Nenner zu bringende Vergangenheit ab. Sozusagen eine Häutung, um in neuer Gestalt mit neuem Album und neuen Projekten weiterzumachen. Was hat das Duo nicht alles für Genres bedient oder gleich selbst mit aus der Taufe gehoben: Glam Rock, Power Pop,…
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