Logo Daheim Dabei Konzerte

Zugabe!

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Blackout Tuesday
Highlight: Netflix-Gutschein: Ganz einfach mit Geschenkkarten bezahlen

Karamba, Karacho!

Auf sämtlichen Fotos und in allen Talkshows griente der bizarre Mann stereotyp, trug sein Totenkopf-T-Shirt und den Totenkopf-Ring, den er der Kamera entgegenstreckte. Heino fand alles gut, auch dass der hartleibige Campino erwartungsgemäß darüber klagte, dass Heino bessere Kritiken bekam als die Toten Hosen: Früher sei Heino doch stets zuverlässig der hässliche Deutsche gewesen. Der Gescholtene parierte, er habe 50 Millionen Platten verkauft, das werde den Hosen nicht mehr gelingen.  Und im Übrigen werde er jetzt der Jugend die deutsche Volksmusik nahebringen. Diese Bierzelt-Idee wird vermutlich daran scheitern, dass kein einigermaßen jugendlicher Mensch mit ihm singen will.

Bis der Papst zurücktrat, gab es in den Fernseh-Quatschbuden kein lauwärmeres Thema als Heinos feindliche Übernahme. Seltsam lustlos eierten Entertainment-Vertreter herum, weil sie das Husarenstück natürlich insgeheim bewundern und jeder Frank Zander, Tony Marshall, Bernhard Brink dasselbe gemacht hätte. Bei „Wetten, dass ..?“ wurde Heino dann schnell am Ende der Sendung in die Kulissen geschoben, wo er die Lippen zu „Junge“ bewegte, dem lustigsten Stück des Albums und dem einzigen, bei dem der Witz richtig funktioniert. Heino hält dem Nachwuchs eine Strafpredigt und verwendet all die Stanzen aus 50 Jahren schwarzer Pädagogik: Wie siehst du denn wieder aus, willst du nicht arbeiten, schau dir den Nachbarsjungen an, die nehmen doch alle Drogen, immer dieser Lärm, wie soll das noch alles enden.

Die Farce hat natürlich auch etwas Gutes: Wenn Heino jetzt Komödiant oder meinetwegen Comedian geworden ist, dann verschwindet das schwiemelige, infame Liedgut endlich für immer. Und die neuen Volkslieder stammen von den Toten Hosen.



Kritik: „Unorthodox“ auf Netflix – Kunst oder Kitsch?

FFK behandelt die Netflix-Miniserie „Unorthodox“: die Verfilmung der wahren Geschichte der Deborah Feldman, Angehörige der ultra-orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft der Satmarer. Sie flüchtet aus Brooklyn und beginnt ein neues Leben in Berlin, während ihr Mann versucht, sie aus Europa zurückzuholen. Die Regie bei dem Vierteiler übernahm Maria Schrader, das Drehbuch ist von Anna Winger und Alexa Karolinski, in den Hauptrollen sind Shira Haas, Amit Rahav und Moishe Lefkovitch zu sehen. FFK-Weiterhören: „Tiger King“ „Der Schacht“, „The Mandalorian“, „Der Unsichtbare“ 1986 – das magische Kinojahr Corona-Krise: „Contagion“ und „Outbreak“ 1985: Goonies, Mad Max, McFly und Co. 1985 auf dem Prüfstand – Teil…
Weiterlesen
Zur Startseite