Kinostart der Woche: „Where The Wild Things Are“


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In den zehn Jahren seit seinem skurrilen Kunstwerk „Being John Malkovich“ hat Spike Jonze mit „Adaption“ nur einen Spielfilm gedreht. Die Verfilmung des gleichnamigen, wegen seiner antiautoritären Aussage in den 60er Jahren umstrittenen Bilderbuchs passt nun perfekt zu dem kreativen Kindskopf. Der kleine Max (Max Records) hat eine ebenso unbändige Fantasie wie Energie. Seine alleinerziehende Mutter (Catherine Keener) ist mit ihm überfordert. Als er mal wieder in seinem Wolfskostüm durchs Haus tobt, schickt sie ihn ohne Abendessen ins Bett. Er flüchtet sich daraufhin in seine Traumwelt, segelt mit einem Boot auf stürmischer See zu einer Insel, wo riesige Monster hausen, mit denen er als ihr König herumtollt und seine zügellosen Impulse bis zur Erschöpfung auslebt. Jonze hat auf digitale Effekte weitesgehend verzichtet, Schauspieler in Fellkostüme gesteckt und ein Naturereigniss geschaffen, das als Allegorie für kindliche Vorstellungskraft, Entdeckungslust und unkontrollierbare Wut mit physischer Magie bis zur Erschöpfung mitreißt.

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