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„Die Drehbücher“ von Michael Haneke: Leerstellen des Grauens

Drehbuchautoren seien Masochisten, erklärte Michael Haneke kürzlich in einer gut besuchten Lesestunde, in der er seine gesammelten und bei Hoffmann und Campe herausgebrachten „Drehbücher“ vorstellte. Sie müssten nämlich damit leben, dass die von ihnen unter einigen Seelenqualen zusammengeschriebenen Geschichten schlussendlich auf der Leinwand etwas völlig anderes geworden sind. Von Regisseur, Cutter, Beleuchter und natürlich auch den Schauspielern bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Manchmal zu einem Kunstwerk vollendet, sehr häufig allerdings nicht. Haneke muss diese Scham lediglich mit sich selbst ausmachen, denn seit seinem sehr späten Regiedebüt fürs Kino mit „Der siebente Kontinent“ (das war 1989; Haneke war schon Mitte 40, hatte…
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