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Kultur & Politik – Bücher

  • Robert Crumb - Mister Nostalgia

    Elektrische Musik bezeichnet er als „Rhythmen des kulturellen Todes“, und Bruce Springsteen ist für ihn der Antichrist. Die einzige Musik, für die der Comicautor Robert Crumb sich jemals erwärmt hat, stammt aus den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Folkblues auf 78 U/min: Dieser Lebenspassion hat er jetzt einen ganzen Band seiner Werkausgabe gewidmet. Im […] mehr…

  • Amin Maalouf - Die Verunsicherten

    „Alles, was mit Gewalt in Berührung kommt, wird erniedrigt, welcher Art auch immer die Berührung ist.“ Diesen Satz von Simone Weil hat der libanesische Amin Maalouf seinem neuen Roman vorangestellt. Darin erzählt er von Adam, den der Tod seines Jugendfreundes Murad nach über 30 Jahren in sein von Kriegen geschütteltes Heimatland zurückkehren lässt. In der […] mehr…

  • Hermann Peter Piwitt - Lebenszeichen mit 14 Nothelfern

    Ist es Koketterie oder Bescheidenheit, die einen der wichtigsten Autoren seiner Generation, den 1935 geborenen Piwitt, veranlasst, eine Lebensbiografie von nur 143 Seiten vorzulegen (die sogar noch kürzer geworden wäre, wenn er sich an seinen Vorsatz gehalten hätte, mit dem zehnten Lebensjahr zu schließen). Der Vater machte eine kleine Nazi-Karriere, die Mutter war Rassistin. Piwitt […] mehr…

  • Marcus Stiglegger - Kurosawa. Die Ästhetik des langen…

    Er kenne keine ausländische Besprechung, sagte Akira Kurosawa (1910–1998) einmal, „die nicht falsche Bedeutungen in meine Filme hineingelesen hätte“. Zu sehr bedient Kurosawas Werk bei aller Einzigartigkeit des gefeierten „Auteurs“ auch bekannte Japan-Klischees: todesmutige Samurai und liebliche Geishas, höchst poetische Natur und rätselhafte Zeichen. Der Interpretationsspielraum ist also ebenso groß wie die Gefahr, nur zu […] mehr…

  • Tipp: Mawil - Kinderland

    Schon die erste Seite dieses Comics offenbart Mawils volle Größe als Set-Bildner. Ein Regal mit Pittiplatsch, Schnatterinchen und dem Ostsandmännchen. Darunter ein Rennwagen, eine Indianerfigur, ein Schlumpf. Auf dem Schreibtisch ein „Mosaik“-Heft und eine selbst gebaute Batterielampe. Ein Poster von der Olsenbande an der Tür. Das ist ein Jungszimmer, ganz klar. Hinterm Fenster ein Sommersonnenaufgang […] mehr…

  • Donna Tartt - Der Distelfink

    Dieser dritte Roman der 40-jährigen Amerikanerin ist in den letzten Monaten weltweit gelobt und gepriesen worden und brachte ihr jüngst den Pulitzer-Preis. Nach Lektüre des epischen Werkes (in der Übersetzung von Rainer Schmidt und Kristian Lutz sind es über 1.000 Seiten), ahnt man, warum: Tartt hat sich ganz dreist (und etwas naiv) an Weltliteratur versucht, […] mehr…

  • Joachim Lottmann - Endlich Kokain

    Sein Weblog ist mal nie abreißender Bewusstseinsstrom, mal eine nur dahinplätschernde Suada. Und manchmal wirft der Schwadroneur Joachim Lottmann ein Buch ans analoge Land – eine Standortbestimmung der ichbezogenen Gegenwart. Dann entwirft der betagte Popliterat und Übertreibungskünstler, Jahrgang 1956, eine Szenerie, die von der Wirklichkeit vermutlich nur eine Drehung der Schraube entfernt ist: „Nirgends wird […] mehr…

  • Michel Houellebecq - Gestalt des letzten Ufers

    Drei Jahre, nachdem der bekennende Misanthrop Michel Houellebecq mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, zeugt dessen letzter und nun auf Deutsch erschienener Lyrikband „Gestalt des letzten Ufers“ von Depression und Aporie. Es ist ein Lamento auf eine Zeit ohne Vision und Ziel. Von der bekannten Kampfeslust des Provokateurs gegen west­liche Konsum- und Spaßideologie ist nur […] mehr…