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Hasen, Hits und Hühner-Erzeugnisse: 10 Pop-Ostereier


von

Ben Folds – „Rockin‘ The Suburbs“ (2001)


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4. Ostermarsch aufs Albumcover

Im „Rockin‘ The Suburbs“-Video (ab 0:41, um genau zu sein) trägt Ben Folds ein Shirt der kanadischen Rockband Rush – was elegant zum österlichen Thema zurückführt, denn: Auf dem Cover deren Platte „Presto“ (1989) sind gleich mehrere Hasen abgebildet, und während der Tour zum Album wurde die Bühne links und rechts von überdimensionalen Bunnys eingerahmt. Das Vorkommen von Veröffentlichungen mit Hasen-Artwork entspricht ungefähr der Reproduktionsfreudigkeit dieser possierlichen Tierchen. Zu den besonders schönen Cover-Exemplaren gehören „Jump!“ von Van Dyke Parks, „Shameless“ von Therapy? und „Hello Young Lovers“ von Sparks. Ei-Cover sind dagegen schon seltener – zu den bedeutendsten zählen „A Ghost Is Born“ von Wilco, „Cosmic Egg“ von Wolfmother und „It’s Blitz“ von den Yeah Yeah Yeahs.

5. Osterbrot-Verwandtschaft im Hasenkostüm

Osterbrot hat einen Fettanteil von 14,9 g auf 100 g. Mit anderen Worten: keine Konkurrenz für König Boris, Doc Renz und Björn Beton alias Fettes Brot, die 1996 für ihr Video zu „Mal sehen“ (das Lied, an dem auch Eißfeldt, heute bekannt unter dem Namen Jan Delay, mitgewirkt hat) in Hasenkostüme schlüpften.

Fettes Brot – „Mal sehen (feat. Eißfeldt)“ (1996)


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6. Heimische Hasen

Einige ihrer deutschen Kollegen ließen es sich nicht nehmen, einen Hasen gar aufs Albumcover zu nehmen. Annett Louisan etwa hält auf dem Artwork zu ihrem Werk „In meiner Mitte“ (2011) ein prachtvolles Exemplar im Arm. Edo Zanki platzierte 1979 für das Coverartwork seiner Single „Mae’s Hotel“ einen dekorativen Rammler auf dem Flügel und Zankis Buddy Xavier Naidoo veröffentlichte 2009, also direkt nach dem in der Kategorie „Albumbetitelung“ kreativen Höhepunkt seiner Karriere („Wettsingen in Schwetzingen“), das Album „Alles kann besser werden“, dessen leicht verstörendes Cover auch einen Hasen zeigt.

7. Popmusikalisches Hasenjahr im Jahr des Büffels

2009 war auch international ein Hasenjahr in der Popmusik (im chinesischen Horoskop jedoch enttäuschenderweise nur Jahr des Büffels): Robbie Williams trug im Video zu „You Know Me“ ein herziges Hasenkostüm, und dann war da auch noch der damals 22-jährige Italo-Schotte Paolo Nutini, dessen Stimme bereits zu dieser Zeit so reif und lebenserfahren klang, als würde sie zu einem gestandenen Mann gehören, der von Erster Hilfe bis zum Offenbarungseid schon alles geleistet hat. Paolo teilte sich die Hauptrolle im Video zu seiner Single „Coming Up Easy“ mit seinem besten Kumpel, einem Hasen in Menschengröße. Nutini nannte Hasi „Harvey“ – eine Anspielung auf den gleichnamigen amerikanischen Film aus dem Jahr 1950, in dem ein zu Genussmittelkonsum neigender Mann mit einem nur in seiner Wahrnehmung existierenden Hasen regelmäßig um die Häuser zieht. Nutini thematisiert in dem Song auch einen gewissen Gras-Genuss – kein Wunder, dass ihn niemand so gut versteht wie sein imaginärer Freund, der Hase. Passend zur österlichen Kulinarik hieß das Album zum Lied im Videoclip „Sunny Side Up“ – so wird im anglo-amerikanischen Raum das Standardspiegelei bezeichnet, bei dem der Eigelbpool nach Anstich zerfließt.

Sony Music


Eric Pfeils Pop-Tagebuch: Ringo, mein Lieblings-Beatle

Folge 212 Ich muss acht oder neun Jahre alt gewesen sein, als ich die Beatles entdeckte. Mein Bruder hatte ein paar Platten, die ich aus seinem Zimmer stahl. Mir gefiel vor allem „Abbey Road“, wegen der Hülle natürlich und weil ich der Rückseite entnahm, dass die Platte 1969, meinem Geburtsjahr, erschienen war. Bald besaß ich das Rote und das Blaue Album sowie ein Buch mit Liedtexten, pseudopsychedelischen Zeichnungen und Fotos. Spätestens durch das Betrachten dieser Fotos wurde Ringo mein Lieblings-Beatle. Er sah lustig und nahbar aus und schien den meisten Spaß an diesem Beatles-Ding zu haben. Ringo war der Kinderbeatle.…
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