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Missverstandene Lieder: Berühmte Songs und ihre wahren Bedeutungen

„Closing Time“ – Semisonic

Semisonic-Frontmann Dan Wilson kommentierte die Geschichte des einzigen großen Erfolgs seiner Band aus dem Jahr 1999 gegenüber der amerikanischen Zeitung The Hollywood Reporter: „Ich dachte wirklich, dass es das größte Schicksal für „Closing Time“ sei, dass es von allen Barkeepern gespielt werden würde“. Offensichtlich schien ihm diese Nutzung des Songs gar nichts auszumachen, immerhin würde sich damit der ein oder andere Dollar Tantiemen sammeln lassen.

Als Wilson jedoch Zeilen wie „Time for you to go out to the places you will be from“ schrieb, lag der Schwerpunkt des Songs eher auf dem Wunder der Geburt eines Kindes als auf einer Ode an Rausschmeißen hartnäckiger Bar-Besucher auf die Straße zu später (oder früher) Stunde. Seine Frau erwartete das erste gemeinsame Kind. Kein Wunder also, dass sich Dan Wilson mit dem Thema auseinandersetzte.

„Imagine“ – John Lennon

Als die amerikanischen Kollegen von ROLLING STONE den allgegenwärtigen und zeitlosen Hit des ehemaligen Beatle zum drittgrößten Song aller Zeiten ernannte, wurde Lennons markanter Text als „22 Zeilen des anmutigen, geradlinigen Glaubens an die Macht einer Welt, die in der Absicht vereint ist, sich selbst zu reparieren und zu verändern“ beschrieben. Aber hinter dem sanften Vordergrund des Liedes, von dem Jimmy Carter einmal sagte, dass es „fast gleichermaßen mit Nationalhymnen verwendet wurde“, stecken einige Gedanken, die vom Kommunismus inspiriert wurden.

Lennon nannte den Song „praktisch das kommunistische Manifest“, und als der Song ein Hit wurde, fuhr er fort: „Weil er mit Zuckerguss überzogen ist, wird er akzeptiert. Jetzt verstehe ich, was man tun muss – bring deine Botschaft mit ein wenig Honig rüber.“

„Total Eclipse Of The Heart“ – Bonnie Tyler

„Total Eclipse of the Heart“ gehört zu jener Art von großer, bombastischer Power-Ballade, die nur aus der Feder des häufigen Meat-Loaf-Kollaborateurs Jim Steinman fließen konnte; er nannte die Nummer in einem Interview mit dem Magazin People einen „wagnerischen Ansturm von Klang und Emotion“.



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