Musik – Reviews

  • Elton John - Goodbye Yellow Brick Road

    Elton John

    - Goodbye Yellow Brick Road

    Bernie Taupins Lyrik umkreist das alte Hollywood, bläst Trübsal über verblassten Glanz, keine Meile entfernt vom Kinks-Epos „Everybody’s In Showbiz“, aber eben auf dem musikalisch bescheideneren Fundament jener zwei oder drei Melodien, die Elton John kennt. Die er aber rhythmisch und harmonisch so zu variieren weiß, dass man meinen könnte, er kenne dutzende. Ein unzweifelhaftes […] mehr…

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    Dutch Uncles - „Face In“

    Die beste von einem ganzen Schock neuer 7″Singles aus dem Hause Tapete. Dutch Uncles sind ein Teen-Quartett aus Manchester, dessen Moniker zwar Pulp-Fiction-Konnotationen hat, dessen nervöse Energie sich indes in intelligenten Riffs entlädt und im inneren Tumult von Fantasien über fallende Kleider und besudelte Gesichter. (Tapete) Wolfgang Doebeling mehr…

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    Music Alliance Path - „Best Of November“

    Ein sehr lobenswertes Projekt der guten Menschen des tollen Swedesplease-Blogs: Die besten Free Downloads eines Monats aus den unterschiedlichsten Ländern werden mit kurzen Besprechungen vorgestellt und gesammelt in einer Zip-Datei zum Download angeboten. Mit dabei im November sind unter anderem The Temper Trap, Heidi Mortenson und Mumford & Sons. Niegehört? Das sollten Sie nachhören und […] mehr…

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    The Fireman - Electric Arguments

    Ein grimmiger Bluesrockriff poltert einem entgegen, verhöhnt die Liebe, die verraten wurde, klagt die Betrügerin und die arglistige Täuschung an, übertönt alles Schönreden und lässt keinen Zweifel – Vergebung ist nicht in Sicht. Mit einer knurrigen Tirade beginnt dieses Album, mit einer Katharsis namens „Nothing Too Much Just Out Of Sight“, in die Paul McCartney […] mehr…

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    Eugene McGuiness - Eugene McGuiness

    Bereits vergangenes Jahr hinterließ der 22-jährige Brite Eugene McGuinness mit der EP „The Early Learnings Of Eugene McGuinness“ einen ersten Eindruck. Nun entbietet er ein treffliches Substitut für alle, die nicht bis 2009 auf das verschobene Morrissey-Album warten wollen. Zwar mit einigen David-Byrne-Manierismen angereichert – etwa in „Rings Around Rosa“ – verschreibt sich McGuinness doch […] mehr…

  • The Kinks Muswell Hibillies Cover

    The Kinks - Muswell Hillbillies

    Neben „Face To Face“ sicher die beste Kinks-LP, obwohl sie keinen Hit hervorbrachte, obwohl sie 1971 eine überraschende musikalische Wende markierte und obwohl sie kaum jemand kaufte. Der Labelwechsel zu RCA bewirkte indes eine Konzentration auf kreative Tugenden, die Raymond Douglas Davies zu Beginn der neuen Dekade noch einmal aktivierte, weil er die Kinks endlich […] mehr…

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    Juana Molina - „Un Dia“

    Auf äußerst betörende Weise hat die argentinische Songwriterin Juana Molina auf ihren ersten vier Alben die Musik ihrer Heimat nach und nach in die Pop-Moderne geholt. Für ihre komplexen Songgebilde braucht sie selten mehr als eine akustische Gitarre, ein Loop-Pedal, ein bisschen Perkussion und ihre Stimme. „Un día voy a cantar las canciones sin letra […] mehr…

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    Johnny Cash - 16 Biggest Hits

    Es sind natürlich nicht Cashs überragendste Sides, die ihm das meiste Cash einbrachten (pardon the pun), doch sind hier durchaus einige dieser Kostbarkeiten vertreten, von „I Walk The Line“ und „I Still Miss Someone“ über „The Ballad Of Ira Hayes“ bis „Ring Of Fire“. Gegen das restliche Dutzend ist wenig einzuwenden, auch wenn die Siebziger […] mehr…

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    Heather Nova - The Jasmine Flower

    Seelenruh? Pfeifendeckel! Die einsame See. Der tosende Sturm. Die blutende Rose. Das arme Hascherl, das alleine schon von der Erdrotation aus der taumelnden Gefühlsbahn geworfen wird. Solcherart ist das Setting von „The Jasmine Flower“ das Heather Nova dem Vernehmen nach ganz alleine mit Gitarre und solarbetriebenem Laptop daheim auf den Bermudas aufgenommen hat. Vielleicht hatte […] mehr…

  • Ryan Adams & The Cardinals - Cardinology

    Ein Jahr ohne Ryan-Adams-Album wäre ein verlorenes Jahr gewesen. Aber der notorische Vielschreiber lässt uns nicht im Stich. An Halloween veröffentlicht er „Cardinology“, und offensichtlich hat er es diesmal endlich geschafft, die Plattenfirma zu überzeugen, dass die Cardinals auch ordentlich aufgeführt werden müssen. Sie sind längst mehr als eine Begleitband, sie sind zu Adams’ musikalischer […] mehr…

  • Creedence Clearwater Revival Willy And The Poor Boys

    Creedence Clearwater Revival - Willy And The Poor Boys

    Als Creedence Clearwater Revival 1993 in die „Rock And Roll Hall Of Fame“ aufgenommen wurden, war der Laudator Bruce Springsteen. Ganz großes Lob bedeutete in seinen Worten, dass diese Gruppe einst „no-frills American music for the people“ gespielt hatte. Hintersinnig erinnerte er die feierlich gestimmte Gemeinde daran: „In the late Sixties and early Seventies they […] mehr…

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    The Undertones - An Anthology

    Das Tolle an den Undertones war ihre offensichtliche Normalität. Wie sie da sitzen, auf dem Cover ihres 1979 erschienenen Debütalbums, das hat noch heute etwas von einem Statement: fünf Jungs aus der irischen Arbeiterklasse, denen niemand eine brillante Zukunft voraussagen würde. Die Häuser im Hintergrund sind ebenso unterer Standard wie die Klamotten der Musiker, denen […] mehr…

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    The Sea And Cake - Car Alarm

    Dass ihre Musik immer so unaufgeregt dahinplätschert wie ein sprudelnder Gebirgsbach, kann man The Sea And Cake nicht zum Vorwurf machen. Schließlich ist genau das beabsichtigt: Was als jazziger Post-Rock etikettiert wurde, könnte auch anspruchsvolles Easy Listening genannt werden. Die zwölf Kompositionen des mittlerweile achten Albums klingen gewohnt nonchalant und lässig. Keine Diebstahlsicherung hupt durch […] mehr…

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    Cold War Kids - Loyalty To Loyalty

    Wer Los Angeles kennt, weiß es: Der ewig blaue Himmel und die strahlende Sonne machen einem mitunter die innere und äußere Leere mit krasser Unerbittlichkeit bewusst. L.A. kann dann – kein Klischee, sondern bittere Wahrheit – die einsamste Stadt der Welt sein. Aus diesem Widerspruch haben die Cold War Kids aus Long Beach bereits vor […] mehr…

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    Cliff Richard - Cliff’s 50th Anniversary

    Dem Mimen flicht die Nachwelt ja angeblich keine Kränze. Backup-Sänger(inne)n nur ausnahmsweise. Der Merry Clayton von „Gimmie Shelter“ nur eine kleine Weile. Shawn Colvin doch schon eine ganze Zeit. Emmylou Harris wiederum dürfte die wohl berühmteste Ausnahme von der Regel sein. Noch heute ist sie sich – allem Solo-Ruhm zum Trotz – nie zu schade, […] mehr…

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    Dave Mason - Alone Together

    Die Tatsache, dass Blue Thumb der Vinylpressung von Dave Masons Solo-Debüt allerlei beige-pastellene Farben beimischen ließ (trotzdem phänomenale Pressqualität), war sicher nicht der Grund dafür, dass er mit diesem Album auf Anhieb in Amerika einen Millionenseller hatte. Der Name des Mannes, der Jimi Hendrix nahegelegt hatte, sich doch vielleicht mal etwas gründlicher mit dem Schaffen […] mehr…

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    Joseph Arthur & The Lonely Astronauts - Temporary People

    Beim siebten Album noch von „Talent“ zu sprechen, klingt wie eine Beleidigung, aber leider ist Joseph Arthur ja immer noch weitgehend unbekannt, obwohl von Peter Gabriel entdeckt und von Chris Martin und Michael Stipe geschätzt. Vielleicht fällt der Folkpop des Brooklyners beim ersten Hinhören zu wenig auf, ist aber so vielschichtig wie wohltuend unprätentiös. Gelegentlich […] mehr…

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    Geraint Watkins - In A Bad Mood

    Geraint Watkins sieht aus wie ein 60-jähriger Schiffsschaukelbremser, der eben aus dem Bett fiel, das Haar ungekämmt, und dem nun der Bus vor der Nase weggefahren ist. Seit 30 Jahren spielt der derangierte Waliser so ziemlich alle Instrumente, doch seine beiden Alben stammen erst aus der letzten Zeit. „In A Bad Mood“ entstand während der […] mehr…

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    Keane - Perfect Symmetry

    Tim Rice-Oxley schlägt zart die Klaviertasten an, ein Cello und eine singende Säge seufzen zu Richard Hughes‘ sanftem Beat, und Tom Chaplin singt davon, wie schön es war, unbeschwert durch die Nacht zu fahren, und davon, dass es nicht hilft, sich die Kleider vom Leib zu reißen und ins Meer zu rennen: „When I was […] mehr…

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    John Mellencamp - Life Death Love And Freedom

    Es war ein weiter Weg, der von John Cougar und „Hurts So Good“ über John Cougar Mellencamp und „Rooty Toot Toot“ zu diesem Album geführt hat. Beinahe hätte John Mellencamp es wieder vermurkst: Vor existenzieller Bedeutungsschwere musste er gleich auf die Kommata zwischen Leben, Tod und Liebe verzichten. Und doch sind ihm nun die Lieder […] mehr…